Susanne Rudloff

Susanne Rudloff arbeitet seit über 20 Jahren in der deutschen Buch- und Medienbranche, mit Stationen unter anderem bei S. Fischer, Frankfurter Verlagsanstalt, Berlin Verlag und Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Seit 2005 betreut sie das Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) der Frankfurter Buchmesse und seit drei Jahren auch den deutschen Gemeinschaftsstand auf der London Book Fair.


Manche sind eine Insel

April 19th, 2010 - 7:28 pm by Susanne Rudloff

Die London Book Fair hat begonnen. Und es ist nicht ganz so still und leise, wie manche vielleicht befürchtet hatten. Natürlich, viele Aussteller sind nicht gekommen. Am Deutschen Gemeinschaftsstand waren heute fünf Verlage vertreten, dazu nochmal zwei Verlage am Areal der Berliner, gleich nebenan, das ebenfalls von uns betreut wird. Das ist natürlich nicht mit normalen Jahren zu vergleichen.

So ganz leer ist es nicht.

Die Mitarbeiter deutscher Verlag, die vor Ort sind, machen das Beste daraus, denn natürlich sind auch viele ihrer Gesprächspartner nicht vor Ort. Amerikaner sind kaum da. Im Rights Center sind viele Tische leer geblieben.

Bücher ohne Menschen

Stände ohne Menschen

Die meisten Stände aber sind wie üblich bestückt und bemannt. Morgen werden sicher noch einige Verleger anreisen, einige hoffentlich auch am Deutschen Gemeinschaftsstand.


Long day's journey to London

April 19th, 2010 - 7:03 pm by Susanne Rudloff

Machen wir es kurz: dies sind die schönen Bänke vor dem Brüsseler Bahnhof, auf denen man sich in sechs Stunden angenehm die Zeit vertreiben kann:

Nehmen Sie Platz!

Dies sind menschliche Schlangen beim Einchecken für den Eurostar:

Es war nicht so schlimm, wie es aussah

Und dies ist der berühmteste Zug Europas:

Bei mir bist du schön

Und schwupps war man in London.


Denkste!

April 17th, 2010 - 3:46 pm by Susanne Rudloff

Diese London Book Fair wird allen Beteiligten in Erinnerung bleiben. So viel kann man jetzt schon sicher festhalten. Ich hatte das Vergnügen nach einem langen, zermürbenden Tag des Wartens auf einen Restplatz  auf der Fähre in Hoek van Holland die Nacht in Rotterdam zu verbringen.

Und hier war auf den Straßen – na klar, Freitag Nacht, – die Hölle los. Hunderte wirklich kaum bekleidete junge Holländerinnen (und es war sooo kalt) mit entsprechender männlicher Begleitung. Schreien, johlen, spielen fangen, telefonieren, rauchen, trinken und lachen. Die vom langen Warten, Harren und Hoffen ausgemergelten Sinne meldeten dumpf ihre Überforderung.

Rotterdam war auch schon mal schöner

Da zog ich meinen Drei-Zentner-Koffer mit letzter Book-Fair-Kraft auf den Bürgersteig und verschwand ganz schnell im Inneren des Hotels, um alles zu vergessen und am nächsten Tag einen neuen Anlauf zu wagen. Morgen soll ich es mit dem Zug nach London schaffen. Das wäre toll.

An Oberleitungen herrschte kein Mangel

Immerhin, der Gemeinschaftsstand steht. Vor Ort sind erfahrene und unerfahrene Kräfte und alles wird sich finden.