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	<title>Blog der Frankfurter Buchmesse</title>
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	<description>Das Blog zur Frankfurter Buchmesse</description>
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		<title>Informare! 2012: &#8220;Das schafft nur ein Cyborg&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 14:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Krings</dc:creator>
				<category><![CDATA[Academy]]></category>
		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
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		<category><![CDATA[Halle 4.2]]></category>
		<category><![CDATA[Information Professionals]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/10/informare-2012/" rel="attachment wp-att-14338"><img class="alignleft size-medium wp-image-14338" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/05/informaremakerbot-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ob Semantic Web, Cloud Computing oder Big Data: Konferenzen rund um digitale Trends vermehren sich in Berlin noch schneller als StartUps. Die Informare! ist dabei ein eher spröder Vertreter ihrer Art: Keine Herren mit roter Irokesen-Frisur, Piraten-Flaggen oder Shitstorms auf Twitter-Walls. Dafür aber jede Menge Forscher, die mit strengem akademischen Blick an Cloud-Anwendungen oder dem Internet der Dinge arbeiten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/10/informare-2012/informaremakerbot/" rel="attachment wp-att-14338"><img class="alignleft size-medium wp-image-14338" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/05/informaremakerbot-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ob <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web" target="_blank">Semantic Web</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud-Computing" target="_blank">Cloud Computing</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Data" target="_blank">Big Data</a>: Konferenzen rund um digitale Trends vermehren sich in Berlin noch schneller als StartUps. Die <a href="http://informare-wissen-und-koennen.com/" target="_blank">Informare! </a>ist dabei ein eher spröder Vertreter ihrer Art: Keine Herren mit <a href="http://www.taz.de/uploads/images/684x342/saschalobo_01.jpg" target="_blank">roter Irokesen-Frisur</a>, keine Piraten-Flaggen oder Shitstorms auf Twitter-Walls. Dafür aber jede Menge Forscher, die mit strengem akademischen Blick an Cloud-Anwendungen oder dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge" target="_blank">Internet der Dinge</a> arbeiten. Das Publikum der Informare! bildet eine kleine, aber für Content Anbieter (und damit auch für die <a href="http://buchmesse.de/de/im_Fokus/halle_4_2/" target="_blank">Buchmesse</a>)  unglaublich wichtige Gruppe: Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Information_Professional" target="_blank">Information Professionals</a>. Sie kaufen im großen Stil Fachinformation ein und sind für die Datenbanken ihrer Firmen verantwortlich. Auf der Informare! erfuhren die knapp 400 Teilnehmer dann wo die Reise im &#8220;Meer der Informationen&#8221; hingeht: Künstliche Intelligenz in der post-Siri-Ära, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Machine-to-Machine" target="_blank">Machine-2-Machine</a>-Apps uvm. Mich persönlich hat ja schon der <a href="http://www.makerbot.com/" target="_blank">Makerbot</a> (s.Foto) in der Cafeteria begeistert: Ein <del>Nerdmagnet</del> 3-D-Printer, der aus einer Plastikmasse StarWars-Ikonen herausschält. Purer <a href="http://www.flickr.com/groups/geekporn/" target="_blank">Geekporn</a>. Die Sessions selbst tauchten stets in information-professionelle Tiefen ein. Für meinen Geschmack waren sie jedoch noch etwas steif in der Präsentation. Ein paar nicht-akademische Digitalisten, die noch von den re:publica-Afterparties übrig sind sowie ein höherer Referent<em>innen</em>-Anteil hätten das aufgelockert. Ums Auflockern kümmerte sich dann der polemisch talentierte Blogger &amp; Fachjournalist <a href="http://ichsagmal.com/" target="_blank">Gunnar Sohn</a>. Auf seinem Panel diskutierte er mit einem <a href="https://twitter.com/#!/7xy" target="_blank">Hypnose (!) &amp; SocialMedia-Experten</a>, einem <a href="https://twitter.com/#!/BerndStahl" target="_blank">IT-Unternehmer</a> , einem <a href="https://twitter.com/#!/hrbruns" target="_blank">Online-Journalisten</a> sowie Informare!-Organisator <a href="http://informare-wissen-und-koennen.com/profile/ArnouddeKemp146" target="_blank">Arnoud De Kemp</a> über &#8220;Obi Wan Kenobi und das Future-Internet&#8221;. IT-Profi Bernd Stahl drosselte dabei die Erwartungen an ein zukünftiges Semantic Web, das auch nur ansatzweise wie ein Mensch denkt. &#8220;Sowas schafft nur ein <a href="http://www.remosworld.net/images/2001/cyborg.jpg" target="_blank">Cyborg</a>.&#8221; Munter ging es dann über zum Social Web und seinem  Motor Content Sharing, der irgendwie nicht zum herkömmlichen <a href="http://lumma.de/2012/05/06/fur-eine-reform-des-urheberrechts-aber-wie/" target="_blank">Urheberrecht</a> passen will.  Dann folgten <a href="http://www.tagesschau.de/inland/liquiddemocracy102.html" target="_blank">Liquid Democracy</a> und die Piraten als Verfechter (digitaler) <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobos-kolumne-zum-niedergang-der-blogs-in-deutschland-a-829296.html" target="_blank">Selbstermächtigung</a>. Diese wurden unisono als wichtige Kraft im Kampf gegen die &#8220;unterentwickelte Digitalisierung&#8221; Deutschlands gelobt. Und falls dem Leser jetzt langsam der Kopf rauscht: In diesem Informare!-Video wird noch einmal in aller Ruhe der Zusammenhang zwischen Liquid Democracy und Künstlicher Intelligenz erklärt. Viele Grüße aus Nerdistan!</p>
<p>&#8220;Warum liquide Demokratie Künstliche Intelligenz braucht.&#8221; ( Prof. Hans Uszkoreit vom Dt. Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz)</p>
<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/10/informare-2012/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>#buchcamp: Twitterzwang &amp; Revolutionsgeruch</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:11:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Krings</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitalisierung DIG IT]]></category>
		<category><![CDATA[#Buchcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/10/buchcamp2012" rel="attachment wp-att-14330"><img src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/05/facebookselbsthilfe-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" class="alignleft size-medium wp-image-14330" /></a>Wie gestalten wir die Zukunft des Publishing? Diese Frage treibt Verleger, Buchhändler und alle anderen Publisher um. Am 5. &#38; 6. Mai wurde sie in 24 Sessions auf dem mediacampus Seckbach im Rahmen des Buchcamp diskutiert. Dazu eine Auswahl von #buchcamp-Tweets. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><script src="http://storify.com/book_fair/buchcamp-kein-treff-fur-socialmedia-rentner.js"></script><noscript>[<a href="http://storify.com/book_fair/buchcamp-kein-treff-fur-socialmedia-rentner" target="_blank">View the story "#buchcamp: Twitterzwang &#038; Revolutionsgeruch" on Storify</a>]</noscript></p>
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		<title>GBO Lektorenreise 2012</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 15:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gbonewyork</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurter Buchmesse]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/02/gbo-lektorenreise-2012/"><img class="size-medium wp-image-4711 alignleft" src="http://blog.book-fair.com/files/2012/04/ConvertedJPEG_Hannah1-300x62.jpg" alt="" width="300" height="62" /></a> Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für die diesjährige Lektorenreise, die vom 10 bis 16 Juni 2012 stattfinden wird und bei der sieben amerikanische Lektoren die Gelegenheit haben werden, einen Einblick in den deutschen Kinder- und Jugendbuchmarkt zu bekommen. Die Reise wird die Gruppe nach Hamburg sowie nach Frankfurt führen, um sich dort mit deutschen Verlegern, Lektoren und Rechtemanagern zu treffen und um sich gleichzeitig über Trends und Entwicklungen im Kinderbuchbereich auszutauschen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.book-fair.com/en/international/offices_abroad/new_york/index.html"><img class="size-medium wp-image-4711 alignleft" src="http://blog.book-fair.com/files/2012/04/ConvertedJPEG_Hannah1-300x62.jpg" alt="" width="300" height="62" /></a> Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für die diesjährige Lektorenreise, die vom 10 bis 16 Juni 2012 stattfinden wird und bei der sieben amerikanische Lektoren die Gelegenheit haben werden, einen Einblick in den deutschen Kinder- und Jugendbuchmarkt zu bekommen. Die Reise wird die Gruppe nach Hamburg sowie nach Frankfurt führen, um sich dort mit deutschen Verlegern, Lektoren und Rechtemanagern zu treffen und um sich gleichzeitig über Trends und Entwicklungen im Kinderbuchbereich von YA über Sachbuch bis zum Bilderbuch auszutauschen. Außerdem wird es um digitale Themen gehen, um Social Media, Apps und Ebooks, des Weiteren stehen ein Besuch in der Nationalbibliothek und einer Buchhandlung auf dem Programm.</p>
<p>Die diesjährigen Teilnehmer stellen sich vor:</p>
<p><strong>Sara Dotts Barley / Editor, HarperCollins Children&#8217;s Books</strong></p>
<p><em><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/02/gbo-lektorenreise-2012/sara/" rel="attachment wp-att-14285"><img class="alignleft size-full wp-image-14285" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/sara.jpg" alt="" width="91" height="121" /></a>Über welche Themen möchten Sie gern mit Lektoren aus Deutschland sprechen?</em></p>
<p>Ich würde gern mehr über die besonderen Herausforderungen und Möglichkeiten erfahren, die das Publizieren von Kinder- und Jugendbüchern in Deutschland bereithält – sowohl in Bezug auf Originalausgaben als auch auf Übersetzungen von Büchern aus den USA und anderen Ländern. Was sind die Trends – ist das Übersinnliche dort ebenso passé, wie es hier der Fall zu sein scheint? Ist Zeitgenössisches auf dem Vormarsch? Spiegeln die Trends tendenziell die Entwicklung in den USA wider? Wer begeistert sich für was? Wie nehmen deutsche Lektoren die Märkte in den USA, in Großbritannien und Australien wahr und inwieweit werden ihre Verlagsprogramme davon beeinflusst? In den USA hat sich die Art und Weise, wie Kinder und Jugendliche lesen, unglaublich rasch und umfassend verändert. Was passiert in Europa, und inwiefern verändert das die Art, in der deutsche Lektoren arbeiten und Bücher herausbringen? Darüber hinaus wäre ich sehr interessiert daran, etwas über die Entwicklung digitaler Initiativen zu erfahren (Apps, E-Books, Social Media, um nur einige der unterschiedlichen Möglichkeiten zu nennen). Was können wir voneinander und von den Erfolgen des jeweils anderen lernen?</p>
<p><em>Welche Art von Büchern erwerben Sie üblicherweise?</em></p>
<p>Ich erwerbe üblicherweise literarische Titel für junge Leser im Alter von etwa 8 bis 18 Jahren.</p>
<p><em>Was würden Sie mit dieser Reise gern erreichen?</em></p>
<p>Ich bin eine junge Lektorin, die danach strebt, die Bandbreite an Titeln, die mir angeboten werden und die ich einkaufe, zu erweitern. Dazu gehören definitiv auch Übersetzungen, und ich habe ein besonderes Interesse an deutschsprachigen Autoren. Da ich an der High School und am College Deutsch gelernt bzw. studiert und am Davidson College einen Abschluss in deutscher Literatur erworben sowie mein Auslandsjahr in Wien verbracht habe, bin ich diesen Geschichten zutiefst verbunden und wünsche mir, sie für Harper zu erwerben und herauszugeben. Ich würde sehr gern Verbindungen zu deutschen Lektoren, Verlegern und Rechtemanagern aufbauen sowie andere Kinderbuchlektoren kennenlernen, die ebenfalls daran interessiert sind, Titel zur Übersetzung zu erwerben und herauszubringen. Neben der Gelegenheit, jede Menge zu lernen und die maßgeblichen Lektoren und Verlage kennenzulernen, begeistert mich vor allem, dass ich das alles IN Deutschland machen kann!</p>
<p><strong><span style="color: #000000">Emily Clement / Assistant Editor, <a title="Arthur A. Levine" href="http://www.scholastic.com/browse/article.jsp?id=3747316" target="_blank">Arthur A. Levine</a> Books <a title="Arthur A. Levine Books Scholastic" href="http://www.arthuralevinebooks.com/" target="_blank">Scholastic</a></span></strong></p>
<p><em>Über welche Themen möchten Sie gern mit Lektoren aus Deutschland sprechen?</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4693" src="http://blog.book-fair.com/files/2012/04/emily.jpg" alt="" width="123" height="125" /> Ich würde mit den Lektoren aus Deutschland gerne über den Schwerpunkt ihrer Publikationen im Allgemeinen sprechen. Aus dem Verlagsprogramm ist der Charakter eines Imprints oder eines Verlags nur sehr schwer zu entnehmen. Oftmals vermittelt ein Gespräch mit einem Lektor oder Verleger einen viel deutlicheren Eindruck vom Charakter und den Vorlieben des jeweiligen Imprints. Vor einigen Jahren reiste ich beispielsweise im Rahmen einer Tour des Flemish Literature Fund nach Flandern, und eines der ungewöhnlichsten Treffen war dabei das mit der Programmleiterin von De Eenhoorn, einem Unternehmen, das mir bis dahin unbekannt war. Aber ich konnte sehr schnell feststellen, dass ihre Ansichten vom Verlagswesen, ihre Vorlieben und ihre Wertschätzung für Originelles hervorragend zum Charakter meines eigenen Imprints passte. Das hätte ich allein durch den Blick in den Rechtekatalog von De Eenhoorn niemals erkannt. Und auch wenn ich bis jetzt noch nicht den passenden Titel von De Eenhoorn gefunden habe, habe ich doch immer im Kopf, dass ich ihre Bücher im Auge behalten sollte. Die Menschen hinter den Büchern zu kennen, kann außerordentlich wichtig dafür sein, die Bücher selbst zu verstehen und herauszufinden, welche Bücher für mich und mein Imprint am besten sind.</p>
<p><em>Welche Art von Büchern erwerben Sie üblicherweise?</em></p>
<p>Bei Arthur A. Levine Books interessieren wir uns für literarische Werke und Sachbuchtitel für Kinder und Jugendliche – vom Bilderbuch bis hin zum Roman für junge Erwachsene. Wir sind auf der Suche nach Autoren und Illustratoren mit einer unverwechselbaren Stimme, wunderbarem Stil, gut gezeichneten Charakteren und Geschichten, die niemand sonst in der Welt erzählen könnte.</p>
<p><em>Was würden Sie mit dieser Reise gern erreichen?</em></p>
<p>Ich denke, einer der größten Vorteile einer solchen Reise besteht darin, Verlage in ihrer heimatlichen Umgebung besuchen zu können. Jemanden in seinem eigenen Büro zu treffen, ein persönliches Gespräch zu führen und die Vorlieben eines Lektors oder Imprints kennenzulernen, kann einen enormen Einfluss darauf haben, wie man deren Bücher (oder deren Empfehlungen) zukünftig wahrnimmt. Ich stehe regelmäßig in Kontakt mit deutschen Verlagen, aber ein persönliches Treffen ist viel hilfreicher als das Blättern in einem Rechtekatalog oder eine kurze E-Mail an einen Rechtemanager.</p>
<p>Darüber hinaus glaube ich, dass diese Reise eine wunderbare Gelegenheit bietet, meine Kenntnisse über kleinere deutsche Verlage auszubauen – seien es unabhängige Verlage oder solche mit einem kleineren Kinderbuchprogramm. Wenn man nicht gerade zu einer der großen Buchmessen wie Bologna oder Frankfurt fährt, ist das sonst nur sehr schwer zu bewerkstelligen.</p>
<p>Und zuletzt, auf einer etwas allgemeineren Ebene, freue ich mich darauf, ein Gefühl für die Buchkultur in Deutschland zu entwickeln. Wenn es um die Bücher geht, die in einer bestimmten Kultur erfolgreich sind, kann es sehr erhellend sein, zu verstehen, wie diese Kultur Literatur aufnimmt und darauf reagiert. Wenn ich erwäge, eine Übersetzung herauszubringen, muss es sich um ein Buch handeln, dass die allgemeinen Kriterien unseres Imprints erfüllt (herausragender Stil, emotional ausdrucksstarker Erzählbogen etc.), aber im Idealfall wünsche ich mir, dass es den amerikanischen Lesern zudem ein Fenster in eine andere Kultur eröffnet. Dabei kann es nur hilfreich sein, diese Kultur ein bisschen besser kennenzulernen!</p>
<p><strong>David Gale / Vice President, Editorial Dir., <a title="Simon &amp; Schuster" href="http://books.simonandschuster.com/" target="_blank">Simon &amp; Schuster Books for Young Readers</a></strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4694" src="http://blog.book-fair.com/files/2012/04/david.jpg" alt="" width="101" height="151" /> <em>Über welche Themen möchten Sie gern mit Lektoren aus Deutschland sprechen? </em></p>
<p>Ich würde gerne die Trends auf dem US-amerikanischen und dem deutschen Markt vergleichen, diskutieren, welche Auswirkungen das E-Book-Publishing auf unsere Verlagsprogramme hat und was das für die Zukunft bedeutet, den von uns beobachteten Rückgang bei den Verkaufszahlen für Bilderbücher erörtern sowie innovative und doch praxisfähige Methoden untersuchen, den Leser in diesem High-Tech-Zeitalter zu erreichen. Da ich viele Jahre lang als Associate Book Review Editor beim School Library Journal tätig war, bin ich außerdem interessiert an der Gegenüberstellung von institutionellem und Publikumsvertrieb.</p>
<p><em>Welche Art von Büchern erwerben Sie üblicherweise?</em></p>
<p>Obwohl ich Titel für alle Altersstufen einkaufe und herausbringe, denke ich, dass meine größte Stärke im Bereich Teenagerromane liegt – tatsächlich gehörte ich dem Planungsausschuss für den Michael L. Printz Award der American Library Association an. Ich bevorzuge im Allgemeinen zeitgenössische realistische Literatur, aber wie gesagt: Meine Einkäufe decken viele Genres ab.</p>
<p><em>Was würden Sie mit dieser Reise gern erreichen?</em></p>
<p>Obwohl ich schon sehr lange in dieser Branche tätig bin (im Schulbuchbereich, als Rezensent und als Herausgeber von Kinderbüchern) und über Masterabschlüsse in Lesevermittlung und Kinderliteratur verfüge, weiß ich ganz einfach nicht genug über das internationale Verlagswesen. Ich würde mich gerne mit anderen Lektoren austauschen, um einen globaleren Blick auf Kinderliteratur und das Verlagswesen in dieser sich schnell verändernden Zeit zu gewinnen. Ich möchte engere Kontakte zu deutschen Verlagen aufbauen, um einen zusätzlichen Pool an Titeln zu erschließen, für die ich die US-Rechte erwerben kann, und um die Bücher, die ich herausgebe, an deutsche Verlage weiterzugeben.</p>
<p><strong>Sarah Ketchersid / Executive Editor, <a title="Candlewick Press" href="http://www.candlewick.com/about.html" target="_blank">Candlewick Press</a></strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4699" src="http://blog.book-fair.com/files/2012/04/sarah.jpg" alt="" width="158" height="108" /><em>Über welche Themen möchten Sie gern mit Lektoren aus Deutschland sprechen? </em></p>
<p>Es gibt eine Reihe von Dingen, die ich sehr gerne mit deutschen Lektoren diskutieren würde. Am wichtigsten wäre vielleicht die Frage, wie man Bücher erkennt, die das Potenzial dazu haben, in viele verschiedene Regionen verkauft zu werden, und wie man dann sowohl im eigenen Haus als auch bei potenziellen Partnern im Ausland Begeisterung für diese Projekte weckt. Natürlich kann nicht jedes Buch in jedem Land funktionieren, und deshalb wäre es großartig, wenn wir so früh wie möglich versuchen würden, jene zu erkennen, die die größten Chancen haben, sodass wir unsere Partner schon frühzeitig in den Prozess einbeziehen können. Darüber hinaus würde ich von meinen Kollegen gerne erfahren, wie sie daran herangehen, neue Talente zu entdecken und zu fördern, und in welcher Weise sie Social Media einsetzen, um Kontakt zwischen ihren Autoren und deren Lesern herzustellen.<strong></strong></p>
<p><em>Welche Art von Büchern erwerben Sie üblicherweise?</em></p>
<p>Ich erwerbe Bücher aus dem gesamten Kinder- und Jugendbuchspektrum, von Pappbüchern über Bilderbücher und illustrierte Bücher für Erstleser bis hin zu Literatur für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Ungefähr die Hälfte meines Programms besteht aus Bilderbüchern, die andere Hälfte verteilt sich über die übrigen Kategorien.</p>
<p><em>Was würden Sie mit dieser Reise gern erreichen?</em></p>
<p>Ich glaube, dass diese Reise eine fantastische Gelegenheit ist, aus erster Hand zu erfahren und zu beobachten, wie es um die Kinderbuchbranche auf einem so großen und gut gebildeten Markt wie Deutschland steht. Sie bietet eine einzigartige Chance, mich mit meinen Lektoratskollegen über die Herausforderungen sowie die aufregenden neuen Möglichkeiten auszutauschen, die das digitale Publizieren mit sich bringt. Da die neuen Technologien uns alle näher zusammenbringen und beginnen, die Grenzen zwischen den Territorien verschwimmen zu lassen, glaube ich, dass Verlage in vielen Ländern von einer engeren Zusammenarbeit profitieren können. In diesem Sinne kann der Wert persönlicher Gespräche und Treffen meiner Meinung nach gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.</p>
<p><strong>Julie Matysik/ Editor and Managing Editor of Sky Pony Press, <a title="Skyhorse Publishing" href="http://www.skyhorsepublishing.com/" target="_blank">Skyhorse Publishing Inc.</a></strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4700" src="http://blog.book-fair.com/files/2012/04/julie.jpg" alt="" width="113" height="171" /> <em>Über welche Themen möchten Sie gern mit Lektoren aus Deutschland sprechen? </em></p>
<p>Ich möchte gerne darüber sprechen, wie Lektoren in Deutschland ihre Projekte akquirieren und in ihrem Haus Autoren und Illustratoren zusammenbringen. Ich bin neugierig zu erfahren, welche Trends sie in den Bereichen Bilderbuch, Kinder- und Jugendbuch und Junge Erwachsene sehen und was sie in Bezug auf E-Books für Kinder unternehmen.</p>
<p><em>Welche Art von Büchern erwerben Sie üblicherweise?</em></p>
<p>Im Augenblick erwerbe ich Bilderbücher für Kinder und einige ausgewählte Kinder- und Jugendbuchtitel aus den Bereichen Roman und Sachbuch. Ich habe für unser Frühjahrsprogramm 2012 auch einen Roman für junge Erwachsene eingekauft, war aber in jüngster Zeit nicht aktiv auf der Suche nach Titeln für junge Erwachsene. Ich halte Ausschau nach Bilderbüchern mit fesselnden Illustrationen und einer guten moralischen Botschaft bzw. dem Schwerpunkt auf der Vermittlung von Werten für Kinder – oder auch solchen, die sich mit dem Thema „Special Needs“ auseinandersetzen.<em><strong> </strong></em></p>
<p><em>Was würden Sie mit dieser Reise gern erreichen?</em></p>
<p>Ich möchte eine neue Perspektive auf die Welt der Kinder- und Jugendbuchverlage gewinnen und erfahren, wie Lektoren in Deutschland ihre Titel erwerben. Ich hoffe, Kontakte zu unterschiedlichen Kinderbuchverlagen aufzubauen, von denen ich in der Zukunft möglicherweise Lizenzen für das Programm von Sky Pony erwerben kann. Außerdem glaube ich, dass der kulturelle Austausch innerhalb einer bestimmten Sparte oder Branche neue Ideen und Ansätze für das Publizieren eröffnen kann. Es wäre schön, wenn ich meinem Lektoratsteam neue Ideen mitbringen könnte, die in deutschen Kinderbuchverlagen funktionieren, damit wir Produktion und Marketing unseres Kinderbuchprogramms noch erfolgreicher gestalten können.</p>
<p><strong>Brian McMullen /  Editor &amp; Creative Director, <a title="McSweeney's Publishing" href="http://www.mcsweeneys.net/books" target="_blank">McSweeney&#8217;s Publishing</a></strong></p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4702" src="http://blog.book-fair.com/files/2012/04/brian.jpg" alt="" width="117" height="112" /> <em>Über welche Themen möchten Sie gern mit Lektoren aus Deutschland sprechen? </em></p>
<p>Wir würden gerne über Möglichkeiten sprechen, Übersetzungen finanziell realisierbar zu machen. Amerikanische Verlage neigen dazu, vor ausländischer Literatur zurückzuschrecken, weil die Kosten für die Übersetzung in der Regel höher sind als die für den Erwerb englischsprachiger Titel – und in der heutigen Marktsituation müssen die Verlage Kosten sparen, wo sie können, um liquide zu bleiben. Bei McSweeneyʼs möchten wir einfach nur gute Literatur veröffentlichen, und im Moment sind wir ganz besonders an ausländischer Literatur interessiert. Es ist an der Zeit, einen Dialog zu eröffnen, damit wir unsere Möglichkeiten gemeinsam ausloten können.<strong></strong></p>
<p><em>Welche Art von Büchern erwerben Sie üblicherweise?</em></p>
<p>In den Anfängen hat McSweeneyʼs den Schwerpunkt auf Literatur neuer und aufstrebender Autoren gelegt. Wir sind diesem Gedanken immer noch verbunden, haben das Repertoire unserer Einkäufe aber inzwischen ausgedehnt. Wir veröffentlichen inzwischen Titel aus den Bereichen Sachbuch, Humor, Graphic Novel und Kinderbuch. Im Augenblick sind wir dabei, unser Programm um ausländische Literatur zu erweitern, was auch der Hauptgrund dafür war, uns für diese Reise für Kinderbuchlektoren zu bewerben. McSweeneyʼs wächst rasch, und das in einer Zeit, in der die meisten Verlage kein derartiges Wachstum erleben. Unseren Kinderbüchern ergeht es gerade ähnlich wie unseren anderen Imprints und Projekten, denn sie werden im Buchhandel mit beträchtlicher Begeisterung aufgenommen. Wir führen das darauf zurück, dass unsere Publikationen wirklich innovativ sind. Wir legen gleichermaßen großen Wert auf Design und Text und glauben, dass diese Kombination zu einem ansprechenden Buch führt, das sich nicht nur gut verkaufen lässt, sondern auch das dauerhafte Potenzial besitzt, sich über viele Jahre in den Regalen zu behaupten.</p>
<p><em>Was würden Sie mit dieser Reise gern erreichen?</em></p>
<p>Weniger als drei Prozent der literarischen Neuerscheinungen in den USA stammen von außerhalb des Landes. Wir haben den Eindruck, dass es eine Fülle kreativer Stoffe gibt, die auf dem amerikanischen Markt Anklang finden würden, und dass sowohl deutsche als auch amerikanische Verlage gut beraten wären, diese Möglichkeit auszuschöpfen. Ausländische Literatur zu übersetzen, kann etwas einschüchternd sein. Wir möchten Partnerschaften mit deutschen Verlagen eingehen, die entweder eine ähnliche ästhetische Ausrichtung haben oder die erkennen können, wo unsere Interessen liegen, und uns dann auf den richtigen Weg bringen. Unser Hauptanliegen besteht darin, interessante Literatur zu veröffentlichen. Wir möchten uns den deutschen Buchmarkt erschließen sowie unseren Horizont – und in der Folge auch den unserer Leser – erweitern.<strong><em> </em></strong></p>
<p><strong>Sharyn November / Senior Editor, Viking Children&#8217;s Books &amp; Editorial Director, <a title="Firebird Publishing, Penguin" href="http://www.firebirdbooks.com/index.html" target="_blank">Firebird</a></strong></p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4703" src="http://blog.book-fair.com/files/2012/04/sharyn.jpg" alt="" width="158" height="117" /> <em>Über welche Themen möchten Sie gern mit Lektoren aus Deutschland sprechen?</em></p>
<ul>
<li>Den Unterschied zwischen den Rezipienten von Literatur für junge Erwachsene und Kinder- und Jugendliteratur.</li>
<li>Welchen Einfluss haben Bibliothekare von Schul- und öffentlichen Bibliotheken auf die Auswahl von Lesestoffen?</li>
<li>Gibt es Überschneidungen von Erwachsenenliteratur und Literatur für junge Erwachsene, die über die „angesagten“ Titel hinausgehen?</li>
<li>Wie stellt sich die Situation für Fantasy- und Science-Fiction-Titel in den Bereichen Erwachsene und Junge Erwachsene dar?</li>
</ul>
<p>(Das ist natürlich nur die Spitze des Eisbergs.)</p>
<p><em>Welche Art von Büchern erwerben Sie üblicherweise?</em></p>
<p>Im Grunde genommen das ganze Spektrum, mit Ausnahme von Bilderbüchern. Ich bin am ehesten für Junge-Erwachsene-Titel bekannt (siehe unten), habe aber auch schon an einer Reihe von Titeln im Bereich Kinder- und Jugendliteratur sowie einigen Sachbüchern gearbeitet. Und obwohl ich für ein Fantasy- und Science-Fiction-Imprint verantwortlich bin, mag und erwerbe ich Literatur JEGLICHER Art.</p>
<p><em>Was würden Sie mit dieser Reise gern erreichen?</em></p>
<p>Ich habe bereits Verlagsmitarbeiter aus aller Welt kennengelernt, aber ich bin noch nicht so weit herumgekommen, wie ich gerne möchte. Ich möchte unsere Kollegen aus den Bereichen Kinder- und Jugendbuch sowie Science-Fiction und Fantasy in Deutschland kennenlernen. Ich bin Mitglied des United States Board on Books for Young People (USBBY) und habe mich schon immer für Vorlieben und Erfolge im Verlagswesen interessiert – warum manche Dinge in verschiedenen Ländern unterschiedlich funktionieren, und wie Bücher das Bewusstsein dafür erweitern können, wie andere Menschen leben (und wie sie die Vergangenheit beleuchten können). Ich möchte mir die Augen öffnen lassen!</p>
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		<title>Hangi &#8211; oder: Kai und die Elemente</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 07:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leon Joskowitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ehrengast]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[New Zealand is Cooking]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/02/hangi-oder-kai/" rel="attachment wp-att-14259"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14259" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Hangi-Feuer-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a> Haben sie schon mal einem Hangi beigewohnt? Oder wenigstens davon gehört? Nein? Macht nichts. Unter anderem deswegen bin ich ja auch für Sie in Neuseeland unterwegs. Ein Hangi ist zweierlei: ein Erdofen und ein soziales Ereignis. Es braucht Feuer, Wasser, Erde, Luft, Zeit und Kai. Kai ist Maori und bedeutet Essen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/02/hangi-oder-kai/hangi-feuer/" rel="attachment wp-att-14259"><img class="alignleft size-medium wp-image-14259" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Hangi-Feuer-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Haben sie schon mal einem <a href="http://www.newzealand.com/travel/media/features/food-&amp;-wine/maori-culture_maori-food_feature.cfm" target="_blank">Hangi</a> beigewohnt? Oder wenigstens davon gehört? Nein? Macht nichts. Unter anderem deswegen bin ich ja auch für Sie in Neuseeland unterwegs. Ein Hangi ist zweierlei: ein Erdofen und ein soziales Ereignis. Die Maori nutzen den Hangi seit Jahrhunderten zum Garen von Fleisch und Gemüse. Die spektakuläre Art der Zubereitung garantiert dabei ein außergewöhnliches Aroma. Ein Hangi ist aber ebenso eine kulturelle Praktik, die Gemeinschaft und eine Verbindung zur Erde bzw. zum Boden stiftet. Ein Hangi braucht Feuer, Wasser, Erde, Luft, Zeit und <a href="http://www.newzealand.com/travel/media/features/food-&amp;-wine/food&amp;wine_kai-maori-food_feature.cfm" target="_blank">Kai</a>. Kai ist Maori und bedeutet Essen.</p>
<p>Zwei meiner vielen Gastgeber in Neuseeland sind Toni und Sarah, und als ich bei ihnen zu Gast war, veranstalteten wir ein Hangi. Und das braucht gründliche Vorbereitung: Viele Stunden bevor die Speisen auf den Tisch kommen, schaufelt man ein Erdloch und schichtet einen großen Haufen Feuerholz auf. Das Erdloch dient als Ofen und das Feuer erhitzt die Steine, die später die gewünschte Temperatur im Erdofen erzeugen. Das Holz ist so geschichtet, dass es unter der Last der Steine nicht zur Seite kippt. Diese Feuer lässt man so lange brennen, bis die Steine rot glühen &#8211; dann haben sie die gewünschte Hitze erreicht.</p>
<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/02/hangi-oder-kai/hangi-kai/" rel="attachment wp-att-14264"><img class="alignleft size-medium wp-image-14264" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Hangi-Kai-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Während unser Feuer für mehrere Stunden brannte, wässerten wir Baumwolltücher, tranken Bier, unterhielten uns und schichteten das Kai in Metallkörbe. Toni erklärte mir geduldig jeden Schritt des Hangi, und ich machte fleißig Notizen und Fotos, denn &#8211; wer weiß, vielleicht ergibt sich ja in Frankfurt auch die Gelegenheit für ein Hangi? Zuerst kommen jedenfalls Kohlblätter in den Korb. Sie schützen das Fleisch und das Gemüse vor der Gluthitze, die von unten an den Korb dringt. Dann kommt das Fleisch &#8211; Schwein, Lamm und Huhn &#8211; und das Gemüse  in den Korb &#8211; in unserem Fall Mais, Kumara, Kartoffeln, Karotten und Pastinaken- . Schließlich wird alles wieder mit Kohlblättern und Alufolie abgedeckt.</p>
<p>Als das Feuer fast runtergebrannt war, holten wir die glühenden Steine mit Schaufeln aus dem Feuer, klopften die Asche ab und warfen die Steine in das Erdloch. Ich kann Ihnen sagen, das ist eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit: Die Glut strahlt eine enorme Hitze aus und die Steine liegen verdammt schwer auf der Schaufel!</p>
<p>Dann setzten wir den Korb mit dem Kai sorgsam in den Erdofen und breiteten die nassen Baumwolltücher über dem Korb aus. Sie schützten das Essen vor der Erde, die wir anschließend über dem abgedeckten Erdloch verteilten. Damit war die Ofentür quasi verschlossen.</p>
<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/05/02/hangi-oder-kai/hangi-steine/" rel="attachment wp-att-14269"><img class="alignleft size-medium wp-image-14269" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Hangi-Steine-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Während wir die nächsten Stunden gemütlich um unseren Hangi saßen und einen der letzten warmen Tage des neuseeländischen Altweibersommers genossen, lief unser Hangi heiß und der Garprozess begann. Das Innere des Hangis muss man sich wie eine Dampfsauna vorstellen. Für Menschen natürlich ungeeignet und viel zu heiß, aber für Fleisch und Gemüse eine ideale Umgebung, um langsam zu garen. Die Hitze treibt das Wasser aus den nassen Tüchern und der Dampf zirkuliert im Hangi, schmiegt sich an die Erdwände, kondensiert in den feuchten Tüchern wieder zu Wasser, sucht sich seinen Weg an Kumara und gefülltem Hühnchen vorbei, tropft auf die heißen Steine und verdampft zischend.</p>
<p>In dieser Zeit muss man eigentlich nur darauf achten, dass kein Dampf austritt und so die Hitze verloren geht. Dafür braucht man allerdings ein gutes Auge. Toni sah den Dampf immer sofort, ich dagegen überhaupt nicht, so sehr ich mich auch mühte. Erst als er ein wenig Erde mit der Schaufel zur Seite nahm, sah ich den Dampf, der aus unserem Hangi quoll. Nach einer Weile entwickelte sich ein disinktiver Geruch, den ich nicht kannte und der sich vielleicht am besten mit &#8220;verdampfter Erde&#8221; beschrieben lässt. Toni erklärte mir, dass daran zu erkennen sei, dass wir genügend Hitze im Hangi hätten.</p>
<p>Nach und nach trafen die Gäste ein und gesellten sich zu uns. Der Tag war zum Abend geworden, und wir waren hungrig. Gemeinsam öffneten wir unseren Hangi und hoben das dampfende Essen auf einen Tisch. Der Geschmack der Erde und des Rauches würzt das Kai und alles kommt ganz und gar ohne Salz aus. Wohl ein Grund, warum das Kai aus dem Hangi nicht jedermanns Sache ist und von manchen als fad empfunden wird. Ich jedenfalls schwelgte: Das Fleisch war zart und kostlich, das Gemüse wild, erdig und rauchig. Ich aß weit mehr als ich brauchte, um satt zu werden.</p>
<p>Es war ein toller Tag, in bester Gesellschaft und sehr nah an den Elementen.</p>
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		<title>Geräusch, Gewusel und Gequatsche</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 08:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pia zum Bansen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ehrengast]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/26/gewusel_und_gequatsche/" rel="attachment wp-att-14099"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14099" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/P1030245-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a> Kyle Mewburn, geboren 1963 in Brisbane, Australien, reiste durch Europa und den Nahen Osten, bevor er sich 1990 in Neuseeland niederließ. Er wollte immer schon schreiben. Es war ihm Bedürfnis und großes Verlangen, Worte zu verwenden. Doch zunächst schlug er eine Karriere als Journalist ein, arbeitete in der Werbung und schrieb außerdem sieben Jahre verschiedene Formen der Belletristik (ohne jeglichen Erfolg), um schließlich in jenem Genre zu landen, in dem er heute glücklich und vor allem sehr erfolgreich ist: als Autor von Kinderbüchern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Versuchen Sie mal beim Thema zu bleiben, wenn Sie sich mit Kyle Mewburn unterhalten!</p>
<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/26/gewusel_und_gequatsche/p1030245/" rel="attachment wp-att-14099"><img class="alignleft size-medium wp-image-14099" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/P1030245-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Hilfreich wäre es, selbst über keinerlei Persönlichkeit zu verfügen, nichts, das Sie von Ihrem Gegenüber ablenken könnte. Und finden Sie ihn bloß nicht sympathisch. Seien Sie sachlich. Bei klarem Verstand und mit kühlem Kopf, uninspiriert, Gott bewahre, inspirierend! Überhaupt…verflixt: Ihre Fragen, abhaken, aha, so ist das! Ja, sehr schön, Nicken, danke, Wiedersehen.</p>
<p>Aber das wäre wahrlich wenig spaßig. Für ihn nicht, für mich schon gar nicht, und ich nehme an, auch nicht für Sie. Daher haben wir uns auch nicht annähernd an solch ordentliches Prozedere gehalten, sondern geplaudert, gefragt, uns Ping-Pong-haft zu den sich daraus ergebenden Fragen hin-und hergewuselt und eine Menge gelacht. Bevor ich Ihnen jedoch diese (reizende) Begegnung schildere, zunächst ein paar Fakten: <a href="http://www.kylemewburn.com/" target="_blank">Kyle Mewburn</a>, geboren 1963 in Brisbane, Australien, reiste durch Europa und den Nahen Osten, bevor er sich 1990 in Neuseeland niederließ. Wie er mir erzählte, wollte er immer schon schreiben. Es war ihm Bedürfnis und großes Verlangen, Worte zu verwenden. Doch zunächst schlug er eine Karriere als Journalist ein, arbeitete in der Werbung und schrieb außerdem sieben Jahre verschiedene Formen der Belletristik (ohne jeglichen Erfolg), um schließlich in jenem Genre zu landen, in dem er heute glücklich und vor allem sehr erfolgreich ist: als<a href="http://www.storylines.org.nz/Profiles/Profiles+I-M/Kyle+Mewburn.html" target="_blank"> Autor von Kinderbüchern</a>. Oder vielmehr Bilderbüchern. Da er mir auch gestanden hat, dass er ziemlich faul ist. (Aber bevor Sie jetzt ein Urteil fällen, setzen Sie sich hin und versuchen Sie es selbst: ein Bilderbuch zu schreiben, das Erwachsene mit Begeisterung ihren Kleinen vorlesen, selbst lange nachdem diese schon eingeschlafen sind … Na, sehen’se, also, Ruhe)</p>
<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/26/gewusel_und_gequatsche/p1030255/" rel="attachment wp-att-14103"><img class="alignleft size-medium wp-image-14103" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/P1030255-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Seit 1997 ist er hauptberuflich Autor und hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Kinderbücher erhalten. Im Jahr 2010 gewann er beispielsweise den <a href="http://www.booksellers.co.nz/awards/new-zealand-post-childrens-book-awards/affair-flair-and-warmth-community" target="_blank">New Zealand Post Children&#8217;s Book Award</a> für sein wunderbares Buch &#8220;Old Hu-Hu&#8221;, mit verblüffenden und entzückenden Illustrationen von <a href="http://www.bookcouncil.org.nz/Writers/Profiles/Driscoll,%20Rachel" target="_blank">Rachel Driscoll</a>.</p>
<p>In dem Artikel über die Preisverleihung heißt es, dass Kylie Mewburn &#8220;almost speechless&#8221; (also fast sprachlos) gewesen sei. Da ich nicht dabei war, aber Mr. Mewburn getroffen habe, riskiere ich die Behauptung, dass die Betonung auf &#8220;almost&#8221; liegt. Abgesehen davon , dass dies keine wirklich gewagte Aussage ist (@Kyle: Hier endlich die korrekte Übersetzung – taciturn &#8211; für das Wort, nach dem ich suchte, als ich Dir erzählte, dass wir beide wohl nicht unbedingt &#8220;wortkarg&#8221; seien), stelle ich ihn mir hocherfreut darüber vor, dass ein weiteres Buch von ihm einmal mehr Anerkennung und Beachtung gefunden hat.</p>
<p>Ich traf Mr. Mewburn im März auf der Leipziger Buchmesse, wo er einer von zehn neuseeländischen Autoren war, die die Einladung im Rahmen des Ehrengastprogramms 2012 der Frankfurter Buchmesse angenommen hatten. Im Blog konnten Sie bereits über die Pressekonferenz, die Ereignisse an unserem Stand, die großartige Atmosphäre, den vorzüglichen neuseeländischen Wein (von dem es nicht genug gab!) lesen und damit auch einen Vorgeschmack darauf bekommen haben, was uns herrlicherweise im Oktober erwartet. Jawohl, Neuseeland ist ein absolut aufregender und anregender Ehrengast. Ich persönlich hoffe ja sehr, dass Deutschland und besonders meine Heimatstadt Frankfurt sich ebenso offenherzig, weltoffen UND lebenslustig präsentieren werden, wie ich es durch diesen kleinen Einblick in Leipzig auf die Neuseeländer erfahren habe. Aber ich schweife ab.</p>
<p>Nach diesen barocken Verdrehungen also zurück zu &#8220;Old Hu-Hu&#8221; und seinem Schöpfer. Seit längerer Zeit schon hatte er sich dem Thema Tod widmen wollen. Seine Katze war gestorben, und er hatte viel an seine Großväter gedacht. Aber was ihn letztlich dazu angestoßen hat, genau dieses Buch zu schreiben, war ein Geräusch. Er erzählte mir, dass Geräusche ihn in Fahrt bringen, er eigentlich überhaupt kein visueller Typ ist, sondern auf Klänge anspringt, die er im Kopf hin und her rollt. Er liebt es, mit ihrem Rhythmus sprachlich zu spielen, indem er Reime mit &#8220;normalem&#8221; Text mixt, Sprache hört und die Musik, die sie erzeugen kann. So ist jedenfalls ganz sicher, dass wir nur in den Genuss des „Hu-Hu“-Buches gekommen sind, weil es sich hierbei einerseits um keinen ganz gewöhnlichen Käfer handelt, und andererseits dieser besondere Käfer eben auch diesen zauberhaften, klangvollen Namen hat. Ja, Sie haben richtig gehört: Ohne Hu-Hu kein Bu-uch. Hat Kyle mir selbst gesagt. Diesem Namen konnte (und wollte) er nicht widerstehen. Der Huhu ist der größte einheimische Käfer Neuseelands. Im Larvenstadium nennen ihn die Maori huhu, inzwischen wird er aber in all seinen Lebensstadien schlicht Huhu genannt. Wenn er reift, stößt er seine Hülle ab und bekommt Flügel und Beine. Er hinterlässt eine leere Hülle. Und stirbt der Huhu, verbleibt auch dann ein leerer Panzer – das perfekte Sinnbild für den Tod. Und erfreulich genug, den Kerl (den Käfer, den Käfer!) kann man auch noch essen (womit wir bei meinem eigentlichen Lieblingsthema sind. Sozusagen.). Wikipedia behauptet, er würde wie butterzartes Hühnchen schmecken. Na, ist das nicht beruhigend?</p>
<p>Also. Der Huhu. Aber das mit den Geräuschen, den Wortklängen hat ja schon laaange vor der Käfergeschichte begonnen. Um diese ging es schon immer bei Kyle Mewburn (Hmmmm… wenn ich es mir recht überlege… vielleicht, aber nur vielleicht, ist das Ganze ja auch eine ganz unbewusste Sache, und er hat ein Faible für Geräusche und den Hang zum Bilderbuch aufgrund seines doch recht ungewöhnlichen Nachnamens: MEWBURN. Der erste Teil klingt ein bißchen nach KATZE, der zweite Teil nach BRENNEN, wie in Leidenschaft. Denn nichts weniger als Leidenschaft ist es, die ihn schreiben lässt. Und ich konnte bislang zwar noch keine Katze in seinem Werk ausmachen (@Kyle: Hopphopp, Leute lieben Katzen, und ich auch!), aber zumindest gab es ja &#8211; neben anderen fabelhaften Kreaturen &#8211; schonmal eine <a href="http://www.penguin.com.au/products/9780143565987/moon-cow" target="_blank">mondsüchtige Kuh</a>.</p>
<p>Und was noch zu den Geräuschen dazu kommt: der Mann liebt es, sich selbst zum Lachen zu bringen. Gute Kombi, finde ich: SOUND and LAUGHTER. &#8220;The Hoppleplop&#8221;, Kyle Mewburns erstes Buch, wurde 2004 veröffentlicht. Schon der Name ist das reinste Vergnügen: Hoppleplop – sagen Sie es laut …, jawohl, und noch einmal ein wenig lauter, jawooohl, HOPPLEPLOP… da haben wir es doch! – das gibt Ihnen eine Vorstellung davon, woran er sich erfreut: Außer dem Klingen von Klängen ist es das Kribbeln, das bestimmte Wortkombinationen erzeugen, das Gekitzel auf Ihrem Rücken hoch und runter oder das sich in Ihrem Mund und Kopf rings umher dreht.</p>
<p>Schön, dass der Mann damit Kinder wie vorlesende Erwachsene gleichermaßen erfreut. Außer dem Wortgeklingel hat der Autor es auf das Unerwartete abgesehen, die überraschende Wendung, das Ungewöhnliche im scheinbar Normalen. Bei ihm entwickelt sich eine klitzekleine Idee zu etwas Außergewöhnlichem. Plötzlich wird etwas mehrdimensional, was vorher simpel erschien. Eine Entfaltung von Schichten, Entdeckung von Verborgenem. Was geschieht, wenn <a href="http://www.kylemewburn.com/bookdetail.html#hillandhole" target="_blank">ein Hügel und ein Loch </a>Freunde sind und sogar über einen Platztausch nachdenken? Ein Spiel, das mit verschiedenen Blickwinkeln &#8211; wie wir die Dinge betrachten – jongliert. Kyle Mewburn liebt es zu überraschen, und er ist nicht im Geringsten an ernsthafter Pädagogik interessiert. Nein, es gibt keinen erhobenen Zeigefinger, keine Predigt. Vielmehr einen Schritt über die Grenze, eine leichte Ungezogenheit hier und da – Sprache, die dem Leser zuzwinkert.</p>
<p>Mir gefällt das. Und ich mochte ihn. Er ist wirklich ein netter Typ. Bescheiden, enthusiastisch, sehr freundlich, entspannt, aufgeschlossen, lustig. Und trotzdem bodenständig und realistisch. Er sagt, als Autor muss man wissen, was los ist und was die anderen in diesem Genre so treiben. Natürlich nicht, um zu kopieren, sondern vielmehr, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was fehlt. Und als Schriftsteller muss man schreiben. Und nochmals schreiben. Und weiter schreiben. (Anm. der Frau Bloggerin: und <a href="http://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2012/03/a-slow-books-manifesto/254884/" target="_blank">lesen, lesen, lesen</a>). Mit offenen Augen durchs Leben gehen, wachsam und ein guter Zuhörer sein. Die Geschichten sind da, die Ideen &#8211; sie gehören aufgedeckt und erzählt.</p>
<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/26/gewusel_und_gequatsche/p1030265/" rel="attachment wp-att-14112"><img class="alignleft size-medium wp-image-14112" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/P1030265-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Kyle Mewburn hat bisher eine Menge großartige Bilderbücher geschrieben. Und ein Geräusch kreiert ein Echo, einen etwas abgewandelten Klang . Tja, und so sehr Sie sich als Elternteil glücklich schätzen dürfen, diesen Mr. Mewburn entdeckt zu haben, machen Sie sich mal nicht zu locker, fühlen sie sich nicht allzu sicher. Denn dieses hinreißende, geliebte Kind mit seinen roten Schlafbäckchen, das bewundernd zu Ihnen hoch schaut, an Ihren Lippen hängt und über die <a href="http://www.kylemewburn.com/books.html" target="_blank">Hoppleplops, Melus und Moon Cows</a> kichert und sich selbst garantiert als elftes Schaf zählt, wird größer werden und seine eigenen Geräusche entdecken. Und diese werden nicht nur süß sein, das darf ich Ihnen versichern.</p>
<p>(Worüber um alles in der Welt spricht diese Frau? Jaja, ich weiß, Sie wundern sich. Lassen Sie es mich erklären:)</p>
<p>Es war zu erwarten, dass Kyle Mewburn es nicht bei den Süßigkeiten belassen würde. Und daraus darf man ihm wohl auch keinen Vorwurf machen. Über das Tönen von Worten, Buchstaben und Sprache kommt man wohl auch unweigerlich zum Klang des … nun ja, Lebens. Geradeheraus gesagt: zum Rotzen, Rülpsen und Pupsen. Nein, es gibt keine höfliche Art und Weise darüber zu sprechen (das heißt, es gibt schon eine, aber merkwürdigerweise ist sie jetzt nicht angebracht), denn in seiner Buchserie &#8220;Dinosaur Rescues&#8221;nähert sich Kyle Mewburn den (ein wenig) älteren Kindern, bleibt sich dabei aber selbst treu: verspielt, mit gespitzten Ohren, leicht unanständig, witzig und unterhaltend. Dinosaurier sind ja ein großes Kinderthema. Und ich bin sicher, die Kinder lieben Mewburns freche Umgehensweise mit diesen Giganten.</p>
<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/26/gewusel_und_gequatsche/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Am Tag nach meinem Gespräch mit Kyle unterhielt ich mich mit dem sehr erfolgreichen neuseeländischem Romanautor <a href="http://www.bookcouncil.org.nz/Writers/Profiles/Wilkins,%20Damien" target="_blank">Damien Wilkins</a>. Er sprach davon, dass man ehrlich sein muss in seiner Arbeit, in dem, was man schreibt und wie. Ihn interessiert der Schritt von der öffentlichen zur inoffiziellen Seite der Dinge. Er blickt hinter Kulissen, deckt Schichten auf und untersucht Verborgenes. Und diese Aussagen erinnerten mich interessanterweise sehr an mein Gespräch vom Vortag mit Kyle, dem Bilder- und Kinderbuchautoren. Zwei unterschiedliche Autoren mit einer völlig verschiedenen Zielgruppe. Und doch, ihre Interessen liegen nahe beieinander.</p>
<p>Damien Wilkins erzählte mir auch, dass manchmal eine einzige Idee, eine Szene, die er im Kopf hat, sich zu einem Roman entwickelt, von dem er anfangs nicht hätte sagen können, wie dieser aussehen würde. Sehen Sie, da sind wir wieder ganz bei Mr. Mewburn. Wilkins umschreibt das auch so: „Es gibt keine Erzählung für dein Leben. Es entwickelt sich auf seine eigene Art. Ein Roman ist ein Gefäß, in das man hereinlegt, was man erzählen muss&#8221;.</p>
<p>Kyle Mewburn hat sicherlich sein Gefäß gefunden. Leider gibt es nur ein Buch von ihm, das in Deutschland veröffentlicht wurde: &#8220;Kein Platz im Haus für eine Maus&#8221; (Originaltitel: &#8220;No Room for a Mouse&#8221;). Offensichtlich ein <a href="http://www.urachhaus.de/buecher/9783825176105/kein-platz-im-haus-fuer-eine-maus" target="_blank">Verlag mit gutem Geschmack</a>, der Nachahmer verdient. Ja, ja, ich rede mit Ihnen!</p>
<p>Da ich Mr. Mewburn keinen &#8220;genießbaren&#8221; Huhu-Käfer anbieten konnte und dies wohl auch ein wenig pietätlos gewesen wäre, habe ich ein anderes herzhaftes Etwas am Ende des so genannten Interviews überreicht: eine Bulette. Und warum das? Naja, einerseits, um ihn ein wenig milde ob des sonderbaren Gesprächsverlaufs zu stimmen, und andererseits sah der Mann auch ein bißchen hungrig aus. Nee, nee, aber ich dachte, das sei nett. Diven überreicht man gerne mal ein Bouquet, ihm halt dann ein Stückerl Fleisch. Geht doch, oder? Sehr verwirrt war er übrigens nicht, stammt seine Frau Marion doch aus Deutschland, noch dazu aus Offenbach. Hach ja, die kleine Welt. Und ich füttere Menschen ja grundsätzlich sehr gerne. Auch Autoren. Nein, ganz besonders gerne Autoren. Na, weil sie doch so schöne Dinge tun. Mit Worten spielen und Geräuschen, Geschichten erzählen und uns dabei helfen, zwischendurch immer mal wieder in alle möglichen andere Welten und Wirklichkeiten zu &#8220;hoppleploppen“.</p>
<p>Es würde uns allen sehr gut tun, wenn wir viel, viel mehr hoppleploppten, da bin ich sicher. Überlassen wir das Rülpsen und Pupsen den Dinosauriern und ihren kleinen Fans.</p>
<p>Sind Sie dabei?</p>
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		<title>&#8220;Die verkannte Zunft&#8221;: Interview mit Übersetzer Tobias Scheffel</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 06:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Beate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurter Buchmesse]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Romanistik]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzer]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/26/die-verkannte-zunft/" rel="attachment wp-att-14045"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14045" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Tobias-Scheffel2-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a> Warum sind Übersetzungen von Kinderbüchern weniger wert als die von Sachbüchern? Und fühlen sich Übersetzer heute als "verkannte Zunft"? Der literarische Übersetzer Tobias Scheffel, Jugendliteraturpreisträger 2011, gibt Antworten auf diese spannenden Fragen.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/26/die-verkannte-zunft/tobias-scheffel-3/" rel="attachment wp-att-14045"><img class="alignleft size-medium wp-image-14045" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Tobias-Scheffel2-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a> <a href="http://www.tobias-scheffel.de/Wilkommen.html" target="_blank">Tobias Scheffel</a> ist literarischer Übersetzer. Er studierte Romanistik an den Universitäten von Tübingen, Tours (Frankreich) und Freiburg. Für die Übersetzung des Buches <a title="Simpel" href="http://www.perlentaucher.de/buch/marie-aude-murail/simpel.html" target="_blank">&#8220;Simpel&#8221;</a> von Marie-Aude Murail wurde er 2008 mit dem <a title="Deutscher Jugendliteraturpreis" href="http://www.djlp.jugendliteratur.org/" target="_blank">Deutschen Jugendliteraturpreis</a> ausgezeichnet. Auf ihn aufmerksam wurde ich, als er 2011 den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises erhielt, mit dem sein Gesamtwerk als Übersetzer gewürdigt wurde. Anlässlich des Schwerpunktes <a title="Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien, Frankfurter Buchmesse" href="http://www.buchmesse.de/de/im_Fokus/kinderbuch/" target="_blank">&#8220;Kinder- und Jugendmedien&#8221;</a> der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wollte ich nun von einem ausgewiesenen Fachmann mehr über die Arbeit des Übersetzers wissen.</p>
<p><strong>Warum übersetzen Sie gerne Kinder- und Jugendbücher? </strong></p>
<p>Das Übersetzen von Kinder- und Jugendliteratur ist für mich ein (wenn auch wichtiger) Teil meiner Übersetzungsarbeit. Mein Interesse daran hat mehrere Gründe oder Aspekte: Zum einen reizt mich bei meiner Arbeit die Abwechslung, das heißt: Genau wie ich es bei der Belletristik reizvoll finde, mich mit unterschiedlichen Autoren, stilistischen Eigenheiten und Genres zu beschäftigen, reizt es mich, zum Beispiel nach einem belletristischen Text für Erwachsene einen Abenteuerroman für Jugendliche und danach ein Bilderbuch zu übersetzen. Das ist das eine. Darüber hinaus übersetze ich gerne Kinder- und Jugendbücher, weil das eine ganz besondere Art ist, sich mit Kindern und ihrer Welt zu beschäftigen.</p>
<p><strong>Welche Unterschiede haben Sie beim Übersetzen von Kinder- und Jugendbüchern im Vergleich zur Übersetzung von Erwachsenenbüchern festgestellt?</strong></p>
<p>Meines Erachtens sind Unterschiede häufig gar nicht im Genre begründet, sondern liegen in der Unterschiedlichkeit von Autoren. Auch bei Kinder- oder Jugendsachbüchern muss ich als Übersetzer (genau wie bei Erwachsenensachbüchern) gründlich recherchieren, auch bei erzählenden Jugendbüchern muss ich als Übersetzer (genau wie bei Erwachsenenbelletristik) den Stil des Autors beachten und ihn adäquat wiedergeben. Die jeweilige Arbeit am Text ist anders, weil unterschiedliche Autoren einen Übersetzer unterschiedlich herausfordern. Bei der Kinderliteratur spielt allerdings die Altersgruppe eine Rolle: Anders als bei der Erwachsenenliteratur wird bei Büchern für sehr junge Leser stärker auf ihr Alter und ihre Kenntnisse (oder vermeintlichen Nicht-Kenntnisse!) Rücksicht genommen – das ist oft eine Diskussion zwischen Lektorat und Übersetzer.</p>
<p><strong>Stehen Sie in persönlichem Kontakt zu den Autoren der Bücher?</strong></p>
<p>In aller Regel ja. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das häufig bereichernd sein kann.</p>
<p><strong>Wie viele Kinderbücher schaffen Sie pro Jahr zu übersetzen? Was ist Ihrer Meinung nach der Grund, dass die Übersetzung von Kinderliteratur schlechter bezahlt wird, als die Übersetzung von Sachbüchern und Erwachsenenliteratur?</strong></p>
<p>Eine Zahl zu nennen, ist sehr schwierig: Die Übersetzung eines Bilderbuchs kann zum Beispiel an zwei oder drei Tagen erledigt sein, die Übersetzung eines 500-seitigen Jugendromans braucht womöglich vier bis fünf Monate – die Angabe einer Zahl wäre wenig aussagekräftig. Einer der Gründe, weshalb Übersetzungen von Kinderliteratur (noch) schlechter bezahlt werden, liegt sicher darin, dass Kinderbücher noch weniger kosten als Erwachsenenbücher, ein anderer darin, dass Kinder- und Jugendliteratur nach wie vor weniger wert zu sein scheint.</p>
<p><strong>Fühlen Sie sich als Angehöriger einer verkannten Zunft? Wenn ja, was veranlasst Sie trotzdem zu übersetzen?</strong></p>
<p>Das eine hat meines Erachtens mit dem anderen wenig zu tun: Ich übersetze, weil mir diese Arbeit im Großen und Ganzen Spaß macht und weil es eine Arbeit ist, die ich kann. Das ist jedoch vom möglichen Prestige oder Nicht-Prestige dieses Berufs ziemlich unabhängig. Wenn „verkannt“ bedeutet, dass der Aufwand, den eine gute Übersetzung bedeutet, unterschätzt wird, so ist diese Zunft sicher immer noch sehr <a title="Vergütungsregeln für literarische Übersetzer" href="http://www.boersenverein.de/sixcms/media.php/976/Uebersetzerstreit_FAQ.pdf" target="_blank">verkannt</a>. Insgesamt habe ich aber schon den Eindruck, dass Übersetzer und ihre Leistungen stärker gewürdigt werden als noch vor zehn oder zwanzig Jahren.</p>
<p><strong>Besuchen Sie die <a title="Franlfirter Buchmesse - Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien" href="http://www.buchmesse.de/de/im_Fokus/kinderbuch/" target="_blank">Frankfurter Buchmesse</a>? Wenn ja, was machen Sie dort, was können Sie Berufskollegen empfehlen?</strong></p>
<p>Ja, das tue ich eigentlich immer. Ich lebe in Freiburg und fast alle Verlage, mit denen ich beruflich zu tun habe, befinden sich in anderen Städten, und das bedeutet: Die Frankfurter Buchmesse ist für mich eine gute Gelegenheit, mich an einem Ort in kurzer Zeit mit vielen Verlagslektoren, Kollegen, Veranstaltern und anderen Angehörigen der Branche zu treffen – teilweise, um konkrete Projekte zu besprechen, im Wesentlichen aber, um Kontakte zu pflegen und mich zu informieren. Die Empfehlung an Kollegen? Die Möglichkeiten der Information, des Gesprächs, der Vernetzung, die die Messe bietet, zu nutzen.</p>
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		<title>&#8220;Die pure Respektlosigkeit von Numberlys&#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 15:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Krings</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitalisierung DIG IT]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder- und Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Technologiebranche]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/25/buckleitner/" rel="attachment wp-att-14141"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14141" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/warrenb-biggest-white1-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a> Kaum ein Bereich ist so "offline" wie die Schule. Daran störte sich der technikbegeisterte Lehrer Warren Buckleitner schon in den 80ern. Heute schreibt er als Experte an der Schnittstelle Kids und Technologie u.a. auf childrenstech.com über Apps, die schon Säuglinge begeistern. Im Interview spricht er über respektlose Games, eingerostete Erwachsene und magische Screens.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/25/buckleitner/warrenb-biggest-white-2/" rel="attachment wp-att-14141"><img class="alignleft size-medium wp-image-14141" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/warrenb-biggest-white1-218x300.jpg" alt="" width="218" height="300" /></a>Kaum ein Bereich ist so &#8220;offline&#8221; wie die Schule. Daran störte sich der technikbegeisterte Lehrer Warren Buckleitner schon in den 80ern. Heute schreibt er als Experte an der Schnittstelle Kids und Technology u.a. auf <a href="http://childrenstech.com" target="_blank">childrenstech.com </a>über Apps die schon Säuglinge begeistern. Im Interview spricht er über respektlose Games, eingerostete Erwachsene und magische Screens.</p>
<p><strong>Sie sind schon seit vielen Jahren als Lehrer tätig. Wie kamen Sie zu dem Entschluss, die Children’s Technology Review ins Leben zu rufen?</strong></p>
<p>Warren Buckleitner: Schon in den Achtzigerjahren konnte ich beobachten, wie meine Schüler mit Spielen wie <a href="http://www.oregontrail.com/hmh/site/oregontrail/home/arcade;jsessionid=FEFC611B88D5DFE1312524AC2EEB3CFE.ProdNode2" target="_blank">Oregon Trail </a>lernten. Ich wollte wissen, worin genau die Magie dieser neuen Technologie besteht. Das war 1983, in der Anfangszeit der Mikrocomputer. Ich war in einer Forschungsstiftung mit Laborschule tätig. Das war der ideale Ort, alle neuen Produkte aus dem Bereich der Bildungssoftware zu untersuchen, von den damals etwa 80 gab. Also veröffentlichten wir eine Liste – die Vorstufe der CTR-Datenbank. Bis heute hat unser Team auf seiner Suche nach der Magie mehr als 12.000 Spiele, E-Books, Websites und Apps begutachtet.</p>
<p><strong>Alle Sparten der Verlagsindustrie sind durch die Digitalisierung einem Wandel unterworfen. Welche Veränderungen bringt das digitale Zeitalter für den Kinderbuchbereich mit sich?</strong></p>
<p>Lassen Sie uns zunächst einmal das Wesentliche sagen: Das gedruckte Kinderbuch wird nicht verschwinden, denn es bietet auf psychologischer Ebene eine vollkommen andere Erfahrung. Man kann Druck- und Multi-Touch-Medien nicht angemessen vergleichen. Ich sehe ein Buch gerne als Skript, mit Ideen, die viele verschiedene Formen annehmen können. Es kann ein Buch bleiben, aber in einem Fall wie Harry Potter kann es sich auch in einen Film, eine App oder in einen Freizeitpark verwandeln. Die treibende Kraft ist dabei immer eine gute Geschichte oder – wie mein Freund Chris Meade gerne betont – „die Erzählung“. Es gibt eine neue Generation meisterhafter digitaler Storyteller. Diese erkennen, welches Potenzial in einem Multi-Touch-Bildschirm steckt, wenn es darum geht, ein Kind zu begeistern. Diese Leute wissen, wie man Interaktivität als Würze einsetzt – in exakt der richtigen Dosierung, sodass sie der Geschichte nicht in die Quere kommt.</p>
<p><strong>Glauben Sie, dass sich Kinder leichter an E-Books und Apps gewöhnen können als Erwachsene?</strong></p>
<p>Wir alten, eingerosteten Erwachsenen vergessen schnell, dass es für ein kleines Kind genauso frisch und neu ist, die Heiß- und Kaltwasser-Einstellungen an einem Wasserhahn zu ergründen, wie einen Multi-Touch-Bildschirm zu bedienen. Sie bringen das Ding zum Funktionieren, indem sie es berühren, bearbeiten und aktiv erkunden.</p>
<p><strong>Was ist im Augenblick Ihre Lieblings-App?</strong></p>
<p>Das ändert sich täglich, aber hier sind ein paar Beispiele von meiner Liste. Beim <a href="http://www.bookfair.bolognafiere.it/en/boragazziaward/" target="_blank">BolognaRagazzi Digital Award </a>(dessen Vorsitzender ich bin) haben wir <a href="http://itunes.apple.com/de/app/la-foret-mes-premieres-decouvertes/id475978636?mt=8" target="_blank">La Forêt Mes Premières Découvertes </a>von Gallimard Jeunesse entdeckt. Die App kombiniert feine Bewegungs- und Berührungstechniken, um ein Nachschlagewerk für Kinder zum Leben zu erwecken. Mich begeistert fast alles, was <a href="http://www.touchpress.com/" target="_blank">TouchPress</a> gemacht hat, und die Grafik- und Videoqualität in ABC Food von <a href="http://peapodlabs.com/apps/little-explorers-abc-food.html" target="_blank">Peapod Labs </a>ist ebenfalls erwähnenswert. Jedermann sollte Cinderella von <a href="http://nosycrow.com/apps/cinderella" target="_blank">Nosy Crow </a>kennen und mit einem Kind eine Teeparty mit <a href="http://itunes.apple.com/de/app/toca-tea-party/id424174500?mt=8" target="_blank">Toca Tea Party </a>feiern. Nicht zu vergessen die pure Respektlosigkeit von <a href="http://itunes.apple.com/de/app/numberlys/id491546935?mt=8" target="_blank">Numberlys</a>, die sozialen Funktionen von <a href="http://itunes.apple.com/de/app/magic-piano/id421254504?mt=8" target="_blank">Magic Piano </a>von Smule und der kreative Ansatz von <a href="http://itunes.apple.com/de/app/doodlecast-for-kids/id469487373?mt=8" target="_blank">Doodlecast</a> von zinc Roe. Die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden.</p>
<p><strong>Was erwarten Sie vom Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien auf der Frankfurter Buchmesse und speziell vom <a href="http://buchmesse.de/de/im_Fokus/SPARKS/hot_spots/kids-ereading/" target="_blank">Hot Spot Kids &amp; eReading</a>?</strong></p>
<p>Es ist herrlich, zu sehen, was alles passieren kann, wenn brillante Köpfe auf leistungsfähige und unerschlossene Technologien treffen. Das konnten wir dieses Jahr in Bologna beobachten, und ich bin sicher, wir werden es auch in Frankfurt sehen.</p>
<p><em>Warren Buckleitner ist Experte im Bereich Kinder &amp; Technologie: Der ausgebildete Lehrer forschte langjährig im Bereich frühkindliche Erziehung (MA, Pacific Oaks College) und hält einen Doktor in Educational Psychology (Michigan State University). Warren Buckleitner gründete Mitte der 90er Jahre das online Magazin Children’s Technology Review (CTR), das Dust or Magic Institute on the Design of Children’s Interactive Media sowie die Mediatech Foundation. Er schreibt für verschiedene Magazine und Zeitungen, darunter die New York Times. Auf der Consumer Electronics Show (CES) koordiniert Warren die Konferenz Kids@Play. Er lebt zusammen mit seiner Frau, zwei Hunden und zwei Töchtern in New Jersey, USA – und spielt Trompete in einer Dixieland Jazz Band.</em></p>
<p>Kontaktieren Sie Warren Buckleitner:</p>
<p><a href="http://childrenstech.com">http://childrenstech.com</a></p>
<p><a href="http://www.dustormagic.com">http://www.dustormagic.com</a></p>
<p>Twitter: <a href="https://twitter.com/buckleit" target="_blank">@buckleit</a> <a href="https://twitter.com/childtech" target="_blank">@childtech</a> <a href="https://twitter.com/dustormagic" target="_blank">@dustormagic</a></p>
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		<title>Über die Denkweise von Inselbewohnern</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 10:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ehrengast]]></category>
		<category><![CDATA[Aussteller]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Buchmesse]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/23/denkweise-von-inselbewohnern/" rel="attachment wp-att-13982"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13982" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Pressekonferenz-Neuseeland-2011-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a> "Inselbewohner haben eine eigene Denkweise. Denn das Leben auf einer Insel unterscheidet sich sehr vom Leben auf einem großen Kontinent." Das ist die Erfahrung von Tanea Heke - einer Inselbewohnerin. Tanea ist nämlich die Leiterin des Organisationsteams unseres Ehrengastes Neuseeland. Und da es sich bei Neuseeland genau genommen nicht nur um eine, sondern gleich um zwei Inseln handelt, ist Tanea eine echte Expertin, was das Lebensgefühl von Inselbewohnern betrifft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/23/denkweise-von-inselbewohnern/frankfurter-buchmesse-2011-frankfurt-book-fair-2011-9/" rel="attachment wp-att-13983"><img class="alignleft  wp-image-13983" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Pressekonferenz-Neuseeland-20111-191x300.jpg" alt="" width="191" height="300" /></a>&#8220;Inselbewohner haben eine eigene Denkweise. Denn das Leben auf einer Insel unterscheidet sich sehr vom Leben auf einem großen Kontinent.&#8221; Das ist die Erfahrung von Tanea Heke &#8211; einer Inselbewohnerin. Tanea ist nämlich die Leiterin des Organisationsteams unseres Ehrengastes Neuseeland. Und da es sich bei Neuseeland genau genommen nicht nur um eine, sondern gleich um zwei Inseln handelt, ist Tanea eine echte Expertin, was das Lebensgefühl von Inselbewohnern betrifft. Im <a href="http://www.buchmarkt.de/content/50825-tanea-hege-ueber-den-diesjaehrigen-buchmesse-ehrengast-neuseeland-das-land-der-langen-weissen-wolke-.htm" target="_blank">BuchMarkt-Sonntagsgespräch </a>mit Christian von Zittwitz hat Tanea von der Bedeutung des Ehrengast-Auftritts für ihr Land und von den zu erwartenden Höhepunkten berichtet. Hier das komplette Interview mit ihr:</p>
<p><strong>Christian v. Zittwitz: Was ist es für ein Gefühl, die Nachfolge eines so beliebten Ehrengastes wie Island anzutreten? Empfinden Sie einen großen Druck? </strong></p>
<p>Tanea Heke: Wir bringen der Leistung Islands großen Respekt entgegen und haben uns den Auftritt des Landes zum Vorbild genommen und versucht, davon zu lernen. Das isländische Team war uns gegenüber sehr offen, wenn es darum ging, uns Tipps zu geben, wofür wir sehr dankbar sind. In unseren Gesprächen haben wir sofort festgestellt, dass wir sehr viel gemeinsam haben: Wir sind alle Inselbewohner, was eine besondere Wesensart und Denkweise mit sich bringt. Das Leben auf einer Insel unterscheidet sich einfach sehr vom Leben auf einem großen Kontinent. Diese besondere Denkweise findet sich auch in unserer Literatur, Kunst, Kultur und Lebensart wieder.</p>
<p><strong>Welche Bedeutung hat der Ehrengast-Auftritt für Neuseeland?</strong></p>
<p>Wir betrachten ihn als große Ehre und wunderbare Gelegenheit, die neuseeländische Literatur und Kultur nach Deutschland und in die ganze Welt zu tragen. Unser Motto lautet „While you were sleeping/Bevor es bei euch hell wird/He moemoeā, he ohorere“. Es war uns wichtig, alle drei Sprachen zu berücksichtigen – als Zeichen des Respekts gegenüber unseren Tangata Whenua (Māori), unserem Gastgeber (Deutsch) und der Welt (Englisch).</p>
<p><strong><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/23/denkweise-von-inselbewohnern/fbf_hero_vert_dark_deutsch-cmyk/" rel="attachment wp-att-13991"><img class="alignleft  wp-image-13991" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Logo-Ehrengast-Neuseeland-2012.jpg" alt="" width="336" height="260" /></a>Wie kam es zu dem schönen Motto?</strong></p>
<p>Das Motto soll unsere Möglichkeit widerspiegeln, auf der Frankfurter Buchmesse Licht (nämlich das Tageslicht der südlichen Hemisphäre) auf das kreative Leben der Neuseeländer zu werfen – und auf alles, was auf unserer Seite der Welt passiert, während es auf der nördlichen Hemisphäre Nacht ist. Die deutsche Übersetzung „Bevor es bei euch hell wird“ betont die Verbindung zwischen Neuseeland und Deutschland: Wir kreisen um dieselbe Sonne, teilen den Planeten Erde und – in den Worten des neuseeländischen Dichters Bill Manhire – „leben am Rande des Universums, wie alle Menschen“.</p>
<p><strong>Worauf arbeiten Sie bei dem Gastauftritt hin?</strong></p>
<p>Der Ehrengast-Auftritt gibt uns nicht nur die Möglichkeit, die Unterschiede zwischen Neuseeland und Deutschland zu beleuchten, sondern auch unsere gemeinsamen Träume und Hoffnungen sowie die Verbindungen zwischen uns zu feiern. Die Textzeile in Māori „He moemoeā he ohorere“ bezieht sich darauf, plötzlich aus einem Traumzustand aufzuwachen. Wir werden Sie überraschen!</p>
<p><strong>Ihr Ziel dabei?</strong></p>
<p>Als wir erfahren haben, dass wir 2012 Ehrengast sein werden, waren wir so aufgeregt, dass wir sofort eine große Gruppe interessanter Neuseeländer aus allen Bereichen für einen Tag zusammengebracht haben, um über die Vielzahl an Möglichkeiten nachzudenken, die sich uns dadurch eröffnen. Es kam eine Menge großartiger Ideen zusammen, aber es gab eine ganz bestimmte Idee, von der ich glaube, dass sie unseren Weg bestimmt hat: Wir sprachen darüber, was die Menschen über Neuseeland wissen. Sie wissen Bescheid über unsere herrliche Landschaft, über Bungee-Jumping und Rugby und all diese ‚physischen‘ Dinge. In anderen Worten: Sie kennen unseren wunderschönen Körper. Daher haben wir uns dafür entschieden, ihnen nun unseren wunderschönen Geist näherzubringen. Damit meine ich unsere Kreativität in allen Bereichen – sei es nun Literatur, Essen, Wissenschaft, Bildung usw.</p>
<p><strong>Das macht wirklich neugierig&#8230;</strong></p>
<p>Das Konzept, das unsere gesamte Kampagne in Deutschland bestimmt, lautet „Manaakitanga“, was für gegenseitigen Respekt und Gastfreundschaft steht. Manaakitanga auszuüben, bringt alles auf eine höhere Ebene, schafft Verbundenheit durch Demut und den Akt des Gebens und Teilens. Im Rahmen von Manaakitanga möchten wir mit Ihnen teilen:</p>
<p>• Unsere Autoren und Literatur</p>
<p>• Unsere Künstler</p>
<p>• Unsere Innovationen und Technologien</p>
<p>• Unser Essen und unseren Wein</p>
<p>• Unser Bildungssystem</p>
<p>• Das Angebot, uns als Gastgeber in unserer Heimat Neuseeland zu revanchieren</p>
<p><strong>Was wäre denn die zentrale Botschaft, die Sie den Besuchern der Frankfurter Buchmesse zukommen lassen möchten?</strong></p>
<p>Die Arbeit in Deutschland innerhalb der vergangenen Monate war für mich eine Offenbarung. Wir wachsen mit bestimmten Vorstellungen über ein Land und seine Bevölkerung auf, aber in Wirklichkeit wissen wir so gut wie nichts. Ich war völlig überwältigt von der Wärme, Freundlichkeit und Großzügigkeit, die uns von den Menschen, mit denen wir in Deutschland gearbeitet haben, entgegengebracht wurden. Daher meine Bitte und zentrale Botschaft: Kommen Sie und lernen Sie uns besser kennen! Nehmen Sie unsere Gastfreundschaft an und die Geschenke, die wir mitbringen – und ich verspreche Ihnen, Sie werden überrascht sein, Sie werden bewegt sein, und Sie werden es nicht bereuen.</p>
<p><strong>Wie sollte das Publikum Ihren Auftritt in Deutschland nach Ihrem Wunsch in Erinnerung behalten?</strong></p>
<p>Vor kurzem sprachen wir in einem Meeting über unser Autorenprogramm, über unsere Präsentation im Ehrengast-Pavillon und über all die anderen Events und Aktivitäten im Vorfeld und während der Frankfurter Buchmesse. Ich war begeistert von der enormen Bandbreite, nicht nur, was die vielen unterschiedlichen Genres unserer Autoren betrifft. Sondern auch in Bezug auf das Spektrum an Veranstaltungen, die wir nach Deutschland bringen werden: Künstler, Artisten, Köche, Pädagogen, Innovatoren, Filmemacher, Musiker etc.</p>
<p><strong>Ich würde gern mehr wissen&#8230;</strong></p>
<p>Ich wünschte, ich könnte Ihnen jetzt schon einige der ganz besonderen Menschen und Events nennen, die wir nach Deutschland bringen &#8211; aber das muss warten, bis wir im Juni bei unserer Pressekonferenz das Programm bekannt geben. Doch ich kann Ihnen versichern, es wird gut ankommen, es wird interessant sein und Ihre bisherige Wahrnehmung von Neuseeland auf die Probe stellen. Ich bin sicher, es wird Momente geben, in denen die Leute sagen: „Wow, ich wusste gar nicht, dass Neuseeland so was kann!“</p>
<p><strong>Worauf freuen Sie sich denn am meisten?</strong></p>
<p>Das erste ist das Frankfurter Museumsuferfest (24. bis 26. August). Dort wollen wir zeigen, was wir unter „Manaakitanga“ verstehen, und den Menschen die Gelegenheit geben, all die guten Dinge, die Aotearoa zu bieten hat, zu hören, zu sehen, zu schmecken und auszuprobieren. Zur Eröffnung am Freitagabend planen wir, dass das Waka (ein Māori-Kanu) aus dem Volkskundemuseum im niederländischen Leiden eine Flotte von Drachenbooten auf dem Main anführt. Das Putatara (Muschelhorn) wird erklingen, begleitet vom Karanga (Ruf) eines Mitglieds von Te Matarae I Orehu, einem traditionellen Māori-Ensemble. Diese Klänge werden das Waka, seine Crew und die Festbesucher begrüßen. Bei der Ankunft des Waka am Ehrengastbereich wird Te Matarae eine Darbietung mit Gesang und Tanz beginnen, darunter Haka und Poi. Mit dabei ist außerdem Te Puia, ein Māori-Kunstgewerbeinstitut, das Weber, Schnitzer und Moko (Tattookünstler) nach Frankfurt bringt und die mündlichen Erzähltraditionen Aotearoas präsentiert. Ein weiteres Programmpunkt ist Te Akirata, eine Māori-Gruppe von den Cookinseln, die ebenfalls auftreten wird.</p>
<p>Das nächste Highlight wird natürlich der Eröffnungsabend der Frankfurter Buchmesse, wenn wir zum ersten Mal die Türen unseres Pavillons öffnen. Erwarten Sie das Unerwartete!</p>
<p><strong>Stellen Sie sich vor, die Buchmesse wäre schon vorüber und Sie wären wieder zu Hause in Neuseeland. Was werden Sie als Erstes tun?</strong></p>
<p>Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich als Erstes die Geburtstage meiner Whanau, also meiner Freunde und Familie, feiern, die ich während meiner Zeit in Deutschland verpasst habe. Das sind mindestens drei! Und dann werde ich versuchen, etwas Schlaf nachzuholen. Und ich weiß jetzt schon, dass ich Deutschland sehr vermissen werde: die Menschen (vor allem das Buchmesse-Team), die Möglichkeiten (Frankfurter Buchmesse 2011 und 2012, die Buchmesse in Leipzig, das Museumsuferfest in Frankfurt etc.), die Erfahrungen (sich <a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/01/ein-bohrloch-nach-neuseeland-2/" target="_blank">von Frankfurt nach Aotearoa durchzugraben</a>)&#8230;</p>
<p><strong><em>Tanea Heke wurde in Wellington, Neuseeland, geboren. Die dreifache Mutter ist Schauspielerin, Lehrerin, Theaterproduzentin, Ausstellungsorganisatorin und jetzt Leiterin des Organisationsteams des Ehrengastes Neuseeland der Frankfurter Buchmesse.</em></strong></p>
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		<title>&#8220;No worries&#8221; &#8211; Abschied vom Süden</title>
		<link>http://blog.buchmesse.de/2012/04/10/no-worries-abschied-vom-suden/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 08:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leon Joskowitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ehrengast]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen & Genießen]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
		<category><![CDATA[New Zealand is Cooking]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/10/no-worries-abschied-vom-suden/" rel="attachment wp-att-13859"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13859" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Straßenverkauf-klein-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a> Meine Reise hat mich von Picton bis nach Bluff und zurück geführt. Fast 5.000 Kilometer war ich bisher unterwegs und habe viele Menschen getroffen. Von einigen habe ich berichtet, aber viele andere sind unerwähnt geblieben. Doch alle haben mich mit ihrer Lebensart im Handstreich eingenommen. Die Uhren ticken hier etwas langsamer, die Menschen sind zufriedener und sorgen sich weniger. Prägnanten Ausdruck findet das in der häufig verwendeten – und von mir mit Kusshand adapierten – Redensart “No worries.”]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/10/no-worries-abschied-vom-suden/strasenverkauf-klein-2/" rel="attachment wp-att-13872"><img class="alignleft size-medium wp-image-13872" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Straßenverkauf-klein1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Ich verlasse die Südinsel wieder. Die Fähre bringt mich nach Wellington. Hinter mir verschwinden die Marlborough Sounds langsam im Dunst, der über dem Meer liegt. Ich will diese Zeit nutzen, um ein wenig zu reflektieren &#8211; und dem Süden Neuseelands ein Lob zu singen. Im Norden, dort wo die großen Stadte sind, werde ich wieder näher dran sein an der westlichen, modernen Lebensart und Hektik. Der Süden hingegen hat mich mit einer Lebensqualität von großer Seltenheit verwöhnt. Die Uhren ticken hier etwas langsamer, die Menschen sind zufriedener und sorgen sich weniger. Prägnanten Ausdruck findet das in der häufig verwendeten – und von mir mit Kusshand adapierten – Redensart “No worries.”</p>
<p>Meine Reise hat mich von Picton bis nach Bluff und zurück geführt. Fast 5.000 Kilometer war ich bisher unterwegs und habe viele Menschen getroffen. Von einigen habe ich berichtet, aber viele andere &#8211; Tankwarte, Hoteliers, Tramper, Kellnerinnen, Fabrikbesitzer, Farmer, Winzer und ihre Familien &#8211; sind unerwähnt geblieben. Doch alle haben mich mit ihrer Lebensart im Handstreich eingenommen. Nichts ist so dringend, dass ein gemütliches Essen oder ein guter Plausch gefährdet wäre. Es klingeln weniger Handys, im Straßenverkehr wird kaum gehupt und wenn ich mich nicht täusche, bellen sogar die Hunde seltener. Zweifelsohne rührt diese entspannte Mentalität von der Abgeschiedenheit, von der irrwitzigen Lage der Südinsel in der Mitte des pazifischen Ozeans.</p>
<div id="attachment_13860" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/10/no-worries-abschied-vom-suden/knollenfruchte-klein/" rel="attachment wp-att-13860"><img class="size-medium wp-image-13860" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Knollenfrüchte-klein-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Leckere Knollenfrüchte...</p></div>
<p>Sicherlich hat das Internet auch die Neuseeländer ins globale Dorf eingemeindet, aber die Bedeutung der großen Politik ist hier eine andere. Die Sorgen des europäischen Mittelstandes und die Nöte der hungernden Weltbevölkerung sind weit weg. Die Distanz zum Weltgeschehen rührt aber nicht bloß aus der geographischen Abgeschiedenheit der Südinsel, sondern wurzelt auch in der Verbundenheit der Einwohner zu dem sie ernährenden Land.</p>
<p>Nahezu jeder Erwachsene geht auf die Jagd oder fischen. Die Küsten, die Seen, die Flüsse und die Wälder sind artenreich und bieten reichlich Nahrung. Hier tummeln sich Red Snapper, Hummer, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Paranephrops" target="_blank">Koura</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Paua" target="_blank">Paua</a>, Enten, Hirsche und viele andere Tiere. Sehr viele Menschen haben Gärten und nutzen diese, um einen Teil der Ernährung sicherzustellen. Auf meiner Fahrt habe ich oft an der Straße in Hauseinfahrten Lebensmittel gekauft, die dort in kleinen Holzhütten auslagen: Eier, Honig, Beeren, Äpfel. Man nimmt sich,was man braucht und legt das Geld in kleine Geldkassetten.</p>
<p>Die fortschreitende Entfremdung des bürgerlichen Subjekts von seiner äußeren und inneren Natur, die die Intellektuellen des 20. Jahrhunderts in der westlichen Lebensart ausgemacht und beschrieben haben, ist hier noch nicht so weit fortgeschritten.</p>
<div id="attachment_13863" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/10/no-worries-abschied-vom-suden/koch-jimmy-klein/" rel="attachment wp-att-13863"><img class="size-medium wp-image-13863" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Koch-Jimmy-klein-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Koch Jimmy in seinem Gewächshaus</p></div>
<p>Köstliche Formen nimmt das in den Küchen von <a href="http://www.otahuna.co.nz/Gardens/Potager-Garden" target="_blank">Jimmy McIntyre </a>und <a href="http://www.wharekealodge.com/en/lodge-cuisine" target="_blank">James Stapley</a> an. Beide Köche haben das Glück, in traumhaften Lodges zu arbeiten und sich aus eigenen Gärten bedienen zu können. Wäre Jimmy nicht so ein von Herzen freundlicher Mann, müsste ich und jeder Koch angesichts seines Gartens in Otahuna grün werden vor Neid. Dort wachsen nicht nur alle denkbaren Früchte und Gemüsesorten: Jimmy zieht auch Pilze und stellt seinen eigenen Schinken her, in seinen Gewächshäusern gedeihen Chilischoten und Melonen. Die Ruhe der alten Parkanlage bietet außerdem das ideale Ambiente, um dem Geschmack von Fenchel, Basilikum und kleinen Tomaten auf die Spur zu kommen.</p>
<p>Während ich diese Zeilen schreibe, überkommt mich eine heftige Wehmut bei dem Gedanken, dass ich die Südinsel Neuseelands so schnell und vielleicht nie wieder betreten werde. Doch ich werde die Erinnerungen an die Menschen und ihre Natur pflegen und die Gastfreundschaft, die ich hier erfahren durfte, mit nach Frankfurt bringen. Wenn Neuseeland im Oktober in Frankfurt zu Gast sein wird, werden alle Besucher der Buchmesse – da bin ich mir sicher &#8211; einen Eindruck dieser Lebensart gewinnen. Und ich verspreche, dass das Kulinarische Festival seinen Betrag dazu leisten wird!</p>
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		<title>Vorgeschmack auf Frankfurt</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 09:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/05/vorgeschmack-auf-frankfurt/" rel="attachment wp-att-13921"><img class="alignleft  wp-image-13921" src="http://blog.buchmesse.de/files/2012/04/Neuseeland-300x198.jpg" alt="" width="240" height="158" /></a> Gesang, Tanz, Performance, Literatur: Diese Gastgeschenke hat unser Ehrengast Neuseeland für uns im Gepäck. Von der Buchmesse in Leipzig haben wir ein Video über Neuseeland mitgebracht, das einen Vorgeschmack geben soll auf die kulturellen Höhepunkte, die uns in Frankfurt erwarten werden. In diesem Sinne: Ka kite ano - Auf Wiedersehen in Frankfurt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesang, Tanz, Performance, Literatur: Diese Gastgeschenke hat unser Ehrengast Neuseeland für uns im Gepäck. Von der Buchmesse in Leipzig haben wir ein Video über Neuseeland mitgebracht, das einen Vorgeschmack geben soll auf die kulturellen Höhepunkte, die uns in Frankfurt erwarten werden. In diesem Sinne: Ka kite ano! Auf Wiedersehen - in Frankfurt!</p>
<p><a href="http://blog.buchmesse.de/2012/04/05/vorgeschmack-auf-frankfurt/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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