Alissa Walser

Alissa WalserAlissa Walser wurde 1961 in Friedrichshafen geboren. Sie studierte Malerei in New York und Wien. Mit dem Erzählband „Dies ist nicht meine ganze Geschichte“, hatte sie 1994 ihr literarisches Debüt, zuletzt erschien ihr Roman „Am Anfang war die Nacht Musik“ (2010). Für ihr Werk wurde sie bereits u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis sowie dem Villa-Massimo-Stipendium in Rom ausgezeichnet. Von Juli bis August 2010 war sie Rayuela-Stadtschreiberin in der argentinischen Provinz Missiones.


Über die Denkweise von Inselbewohnern

April 23rd, 2012 - 12:29 pm by Anne

“Inselbewohner haben eine eigene Denkweise. Denn das Leben auf einer Insel unterscheidet sich sehr vom Leben auf einem großen Kontinent.” Das ist die Erfahrung von Tanea Heke – einer Inselbewohnerin. Tanea ist nämlich die Leiterin des Organisationsteams unseres Ehrengastes Neuseeland. Und da es sich bei Neuseeland genau genommen nicht nur um eine, sondern gleich um zwei Inseln handelt, ist Tanea eine echte Expertin, was das Lebensgefühl von Inselbewohnern betrifft. Im BuchMarkt-Sonntagsgespräch mit Christian von Zittwitz hat Tanea von der Bedeutung des Ehrengast-Auftritts für ihr Land und von den zu erwartenden Höhepunkten berichtet. Hier das komplette Interview mit ihr:

Christian v. Zittwitz: Was ist es für ein Gefühl, die Nachfolge eines so beliebten Ehrengastes wie Island anzutreten? Empfinden Sie einen großen Druck? 

Tanea Heke: Wir bringen der Leistung Islands großen Respekt entgegen und haben uns den Auftritt des Landes zum Vorbild genommen und versucht, davon zu lernen. Das isländische Team war uns gegenüber sehr offen, wenn es darum ging, uns Tipps zu geben, wofür wir sehr dankbar sind. In unseren Gesprächen haben wir sofort festgestellt, dass wir sehr viel gemeinsam haben: Wir sind alle Inselbewohner, was eine besondere Wesensart und Denkweise mit sich bringt. Das Leben auf einer Insel unterscheidet sich einfach sehr vom Leben auf einem großen Kontinent. Diese besondere Denkweise findet sich auch in unserer Literatur, Kunst, Kultur und Lebensart wieder.

Welche Bedeutung hat der Ehrengast-Auftritt für Neuseeland?

Wir betrachten ihn als große Ehre und wunderbare Gelegenheit, die neuseeländische Literatur und Kultur nach Deutschland und in die ganze Welt zu tragen. Unser Motto lautet „While you were sleeping/Bevor es bei euch hell wird/He moemoeā, he ohorere“. Es war uns wichtig, alle drei Sprachen zu berücksichtigen – als Zeichen des Respekts gegenüber unseren Tangata Whenua (Māori), unserem Gastgeber (Deutsch) und der Welt (Englisch).

Wie kam es zu dem schönen Motto?

Das Motto soll unsere Möglichkeit widerspiegeln, auf der Frankfurter Buchmesse Licht (nämlich das Tageslicht der südlichen Hemisphäre) auf das kreative Leben der Neuseeländer zu werfen – und auf alles, was auf unserer Seite der Welt passiert, während es auf der nördlichen Hemisphäre Nacht ist. Die deutsche Übersetzung „Bevor es bei euch hell wird“ betont die Verbindung zwischen Neuseeland und Deutschland: Wir kreisen um dieselbe Sonne, teilen den Planeten Erde und – in den Worten des neuseeländischen Dichters Bill Manhire – „leben am Rande des Universums, wie alle Menschen“.

Worauf arbeiten Sie bei dem Gastauftritt hin?

Der Ehrengast-Auftritt gibt uns nicht nur die Möglichkeit, die Unterschiede zwischen Neuseeland und Deutschland zu beleuchten, sondern auch unsere gemeinsamen Träume und Hoffnungen sowie die Verbindungen zwischen uns zu feiern. Die Textzeile in Māori „He moemoeā he ohorere“ bezieht sich darauf, plötzlich aus einem Traumzustand aufzuwachen. Wir werden Sie überraschen!

Ihr Ziel dabei?

Als wir erfahren haben, dass wir 2012 Ehrengast sein werden, waren wir so aufgeregt, dass wir sofort eine große Gruppe interessanter Neuseeländer aus allen Bereichen für einen Tag zusammengebracht haben, um über die Vielzahl an Möglichkeiten nachzudenken, die sich uns dadurch eröffnen. Es kam eine Menge großartiger Ideen zusammen, aber es gab eine ganz bestimmte Idee, von der ich glaube, dass sie unseren Weg bestimmt hat: Wir sprachen darüber, was die Menschen über Neuseeland wissen. Sie wissen Bescheid über unsere herrliche Landschaft, über Bungee-Jumping und Rugby und all diese ‚physischen‘ Dinge. In anderen Worten: Sie kennen unseren wunderschönen Körper. Daher haben wir uns dafür entschieden, ihnen nun unseren wunderschönen Geist näherzubringen. Damit meine ich unsere Kreativität in allen Bereichen – sei es nun Literatur, Essen, Wissenschaft, Bildung usw.

Das macht wirklich neugierig…

Das Konzept, das unsere gesamte Kampagne in Deutschland bestimmt, lautet „Manaakitanga“, was für gegenseitigen Respekt und Gastfreundschaft steht. Manaakitanga auszuüben, bringt alles auf eine höhere Ebene, schafft Verbundenheit durch Demut und den Akt des Gebens und Teilens. Im Rahmen von Manaakitanga möchten wir mit Ihnen teilen:

• Unsere Autoren und Literatur

• Unsere Künstler

• Unsere Innovationen und Technologien

• Unser Essen und unseren Wein

• Unser Bildungssystem

• Das Angebot, uns als Gastgeber in unserer Heimat Neuseeland zu revanchieren

Was wäre denn die zentrale Botschaft, die Sie den Besuchern der Frankfurter Buchmesse zukommen lassen möchten?

Die Arbeit in Deutschland innerhalb der vergangenen Monate war für mich eine Offenbarung. Wir wachsen mit bestimmten Vorstellungen über ein Land und seine Bevölkerung auf, aber in Wirklichkeit wissen wir so gut wie nichts. Ich war völlig überwältigt von der Wärme, Freundlichkeit und Großzügigkeit, die uns von den Menschen, mit denen wir in Deutschland gearbeitet haben, entgegengebracht wurden. Daher meine Bitte und zentrale Botschaft: Kommen Sie und lernen Sie uns besser kennen! Nehmen Sie unsere Gastfreundschaft an und die Geschenke, die wir mitbringen – und ich verspreche Ihnen, Sie werden überrascht sein, Sie werden bewegt sein, und Sie werden es nicht bereuen.

Wie sollte das Publikum Ihren Auftritt in Deutschland nach Ihrem Wunsch in Erinnerung behalten?

Vor kurzem sprachen wir in einem Meeting über unser Autorenprogramm, über unsere Präsentation im Ehrengast-Pavillon und über all die anderen Events und Aktivitäten im Vorfeld und während der Frankfurter Buchmesse. Ich war begeistert von der enormen Bandbreite, nicht nur, was die vielen unterschiedlichen Genres unserer Autoren betrifft. Sondern auch in Bezug auf das Spektrum an Veranstaltungen, die wir nach Deutschland bringen werden: Künstler, Artisten, Köche, Pädagogen, Innovatoren, Filmemacher, Musiker etc.

Ich würde gern mehr wissen…

Ich wünschte, ich könnte Ihnen jetzt schon einige der ganz besonderen Menschen und Events nennen, die wir nach Deutschland bringen – aber das muss warten, bis wir im Juni bei unserer Pressekonferenz das Programm bekannt geben. Doch ich kann Ihnen versichern, es wird gut ankommen, es wird interessant sein und Ihre bisherige Wahrnehmung von Neuseeland auf die Probe stellen. Ich bin sicher, es wird Momente geben, in denen die Leute sagen: „Wow, ich wusste gar nicht, dass Neuseeland so was kann!“

Worauf freuen Sie sich denn am meisten?

Das erste ist das Frankfurter Museumsuferfest (24. bis 26. August). Dort wollen wir zeigen, was wir unter „Manaakitanga“ verstehen, und den Menschen die Gelegenheit geben, all die guten Dinge, die Aotearoa zu bieten hat, zu hören, zu sehen, zu schmecken und auszuprobieren. Zur Eröffnung am Freitagabend planen wir, dass das Waka (ein Māori-Kanu) aus dem Volkskundemuseum im niederländischen Leiden eine Flotte von Drachenbooten auf dem Main anführt. Das Putatara (Muschelhorn) wird erklingen, begleitet vom Karanga (Ruf) eines Mitglieds von Te Matarae I Orehu, einem traditionellen Māori-Ensemble. Diese Klänge werden das Waka, seine Crew und die Festbesucher begrüßen. Bei der Ankunft des Waka am Ehrengastbereich wird Te Matarae eine Darbietung mit Gesang und Tanz beginnen, darunter Haka und Poi. Mit dabei ist außerdem Te Puia, ein Māori-Kunstgewerbeinstitut, das Weber, Schnitzer und Moko (Tattookünstler) nach Frankfurt bringt und die mündlichen Erzähltraditionen Aotearoas präsentiert. Ein weiteres Programmpunkt ist Te Akirata, eine Māori-Gruppe von den Cookinseln, die ebenfalls auftreten wird.

Das nächste Highlight wird natürlich der Eröffnungsabend der Frankfurter Buchmesse, wenn wir zum ersten Mal die Türen unseres Pavillons öffnen. Erwarten Sie das Unerwartete!

Stellen Sie sich vor, die Buchmesse wäre schon vorüber und Sie wären wieder zu Hause in Neuseeland. Was werden Sie als Erstes tun?

Wenn ich wieder zu Hause bin, werde ich als Erstes die Geburtstage meiner Whanau, also meiner Freunde und Familie, feiern, die ich während meiner Zeit in Deutschland verpasst habe. Das sind mindestens drei! Und dann werde ich versuchen, etwas Schlaf nachzuholen. Und ich weiß jetzt schon, dass ich Deutschland sehr vermissen werde: die Menschen (vor allem das Buchmesse-Team), die Möglichkeiten (Frankfurter Buchmesse 2011 und 2012, die Buchmesse in Leipzig, das Museumsuferfest in Frankfurt etc.), die Erfahrungen (sich von Frankfurt nach Aotearoa durchzugraben)…

Tanea Heke wurde in Wellington, Neuseeland, geboren. Die dreifache Mutter ist Schauspielerin, Lehrerin, Theaterproduzentin, Ausstellungsorganisatorin und jetzt Leiterin des Organisationsteams des Ehrengastes Neuseeland der Frankfurter Buchmesse.


Vorgeschmack auf Frankfurt

April 5th, 2012 - 9:10 am by Anne

Gesang, Tanz, Performance, Literatur: Diese Gastgeschenke hat unser Ehrengast Neuseeland für uns im Gepäck. Von der Buchmesse in Leipzig haben wir ein Video über Neuseeland mitgebracht, das einen Vorgeschmack geben soll auf die kulturellen Höhepunkte, die uns in Frankfurt erwarten werden. In diesem Sinne: Ka kite ano! Auf Wiedersehen - in Frankfurt!

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Aprilscherz

April 3rd, 2012 - 1:22 pm by Anne

Jaja, schon klar: Wir konnten Ihnen natürlich nichts vormachen. Sie haben gleich gemerkt, dass es sich bei unserem Bohrloch nach Neuseeland um einen Aprilscherz handelt – trotz unserer sagenhaft professionellen Verkleidung (Original-Bauhelme!), der täuschend echten Baustelle (Dreck! Bauzaun!) und den liebevoll arrangierten Requisiten (Hammer! Saugnapfgedöns!). Und trotz der offiziellen Berichterstattung im BuchMarkt über unser Bohrloch. (Noch einmal vielen Dank an dieser Stelle an Christian von Zittwitz, den Chefredakteur vom BuchMarkt, der mit uns zusammen diesen Scherz ausbaldowert hat.)

Dabei war an der Geschichte sogar ein klitzekleines Körnchen Wahrheit dran: Der Künstler Ralf Witthaus, von dem auch im Aprilscherz-Artikel die Rede ist, plant nämlich tatsächlich ein Bohrloch-Projekt in Deutschland und Neuseeland. Bei diesem Projekt wird allerdings nicht gebuddelt, sondern “nur” gemäht. Genaueres dazu erfahren Sie bei Interesse zu einem späteren Zeitpunkt auch hier im Blog.

Nun, nachdem der erste Ärger (siehe Bild) über das Fehlschlagen verraucht ist, meldet sich unser Ehrgeiz zu Wort: Es wird nicht der letzte Aprilscherz von uns gewesen sein, das sei Ihnen schon mal angedroht. Und beim nächsten Mal kriegen wir Sie dran… Bestimmt!

 


Ein Bohrloch nach Neuseeland

April 1st, 2012 - 8:31 am by Anne

V.l.: Simone Bühler und Gabi Rauch-Kneer (beide Frankfurter Buchmesse), Andrew Patterson, Tanea Heke und Michelle Tler (alle drei Ehrengast Neuseeland)

Gemeinsam mit unserem diesjährigen Ehrengast Neuseeland haben wir uns in diesem Jahr ein ganz besonders spannendes Projekt einfallen lassen: Wir graben ein Bohrloch von Frankfurt nach Neuseeland! Irre, oder? Finden wir auch. Auf die Idee muss man erst mal kommen.

Wobei ich gestehen muss, dass wir, also die Frankfurter Buchmesse, diese Idee gar nicht selbst hatten. Sie stammt von Ralf Witthaus, einem Künstler aus Köln, der uns gefragt hat, ob wir und unser Ehrengast Neuseeland nicht Lust hätten, uns gemeinsam mit ihm auf dieses waghalsige Abenteuer einzulassen.

„Ich habe mich schon als kleiner Junge gefragt, wo man eigentlich rauskommt, wenn man unter seinen Füßen anfängt zu graben. Da lag die Idee nahe, es tatsächlich auch mal zu versuchen“, hat Ralf mir am Telefon erklärt.

Diesem Telefonat folgten dann weitere Telefonate, Meetings, Besprechungen und Beratungen, bis wir schließlich so weit waren zu sagen: Wir schaffen das! Wir machen das! Unser Ehrengast ist zum Glück auch sehr unternehmenslustig und aufgeschlossen und war von Anfang an begeistert von dem Projekt. Und mit vereinten Kräften konnten wir es schließlich wuppen: Heute haben wir den ersten Bauabschnitt des geplanten Bohrlochs mit einer kleinen Zeremonie bei uns im Haus des Buches in der Braubachstraße eröffnet. Ralf konnte leider nicht persönlich dabei sein. Dafür war Andrew Patterson anwesend, der neuseeländische Architekt, der auch für das Design des Ehrengast-Pavillons auf der Buchmesse verantwortlich ist. Er koordiniert das Bohrloch-Projekt von neuseeländischer Seite aus.

Geplant ist, dass der Durchbruch in Neuseeland pünktlich zu Beginn der Buchmesse am 10. Oktober erfolgt. Und zwar in Wellington. „Zum Durchbruch ist dort ein großer Festakt mit dem neuseeländischen Premier geplant“, hat Tanea Heke heute verkündet. Sie ist die Leiterin des Organisationskomitees Neuseeland. Außerdem hat sie verraten, dass der neuseeländische Regisseur Peter Jackson das Projekt mit der Kamera begleiten und zu einem Kurzfilm verarbeiten wird, der dann im Ehrengast-Pavillon auf der Buchmesse gezeigt werden soll. Und damit das Publikum in Frankfurt diesen historischen Moment live miterleben kann, ist sogar eine Video-Liveschaltung vom Durchbruch in Wellington geplant!

Eine fünfzigköpfige Bohrmannschaft bestehend aus Statikern, Ingenieuren und anderen Fachleuten wird in den nächsten Wochen und Monaten rund um die Uhr mit den Bauarbeiten beschäftigt sein. Das heißt, dass es bei uns in der Braubachstraße erst mal ein bisschen lauter werden wird, wegen des Baulärms. Aber das wir ja schon gewöhnt, schließlich residieren wir noch nicht so lange im Haus des Buches und sind eingezogen, als die Bauarbeiter hier immer noch eifrig zugange waren.

Gabi Rauch-Kneer. unsere Geschäftsleitung MesseManagement war auch bei der Bohrloch-Eröffnung dabei. Hier ihr offizielles Statment dazu: „Wir sind uns dessen bewusst, dass es ein sehr ambitioniertes Projekt ist, bei dem auch eine Menge schief gehen kann. Aber wir sind davon überzeugt, dass wir Erfolg haben werden und mit dem Projekt die enge Verbindung und Freundschaft zwischen Deutschland und Neuseeland noch weiter stärken können.“

In diesem Sinne: Glück auf!


Vom Vorteil benachteiligt zu sein

März 22nd, 2012 - 9:33 am by Anne

Alan Duff ist einer der bekanntesten Autoren Neuseelands. Er hat unter anderem das Buch “Once were Warriors” geschrieben, das auch verfilmt wurde und in Deutschland unter dem Titel “Warriors” erschienen ist.  Auf der Pressekonferenz unseres Ehrengasts Neuseeland in Leipzig vergangene Woche saß er mit auf dem Podium und hat sehr offen von sich und seiner bewegten Vergangenheit erzählt. Davon, was es heißt, in einer Familie aufzuwachsen, die von Gewalt geprägt ist. Aber auch davon, dass es durchaus von Vorteil sein kann, benachteiligt zu sein – weil man so seine eigene Stärke kennenlernen kann. Mehr will ich an dieser Stelle gar nicht zu ihm sagen, sondern lasse ihn lieber selbst zu Wort kommen:

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Mmmh… Messe mit Muscheln!

März 21st, 2012 - 10:40 am by Anne

Selten habe ich so lecker gegessen, wie neulich auf der Leipziger Buchmesse.

Eine erstaunliche Aussage, finden Sie? Zu Recht! Schließlich bringt man Messen in der Regel nicht unbedingt mit kulinarischen Köstlichkeiten in Verbindung, sondern eher mit eintönigen Bratwürsten und langweilig belegten, labberigen Brötchen. Nicht so in Leipzig. Denn hier gibt es unsere Mittagssuppe – und die war in diesem Jahr einfach der Knaller!

Noch mal kurz für alle, die es (noch) nicht wissen: In Leipzig sind auch wir, also die Frankfurter Buchmesse, mit einem Stand vertreten, an dem man sich Infos zur Buchmesse am Main besorgen und außerdem Verleger treffen kann. Unter anderem auch welche aus Neuseeland, denn der Inselstaat im südlichen Pazifik ist in diesem Jahr unser Ehrengast. So stand der erste Messetag, also der 15. März, ganz im Zeichen der Kiwis: Vormittags gab es eine Pressekonferenz, mittags eine neuseeländische Suppe und abends eine Happy Hour mit neuseeländischem Wein.

Und die Suppe, das war nicht einfach irgendeine Suppe. Nein! Das war ein Gedicht aus Süßkartoffeln, Kichererbsen, Kürbis und neuseeländischen Greenshell-Muscheln. So was von lecker! Da war nicht nur ich begeistert, sondern u.a. auch der Messe-Mayer, der uns pünktlich zur Mittagszeit mit einem Besuch am Stand beehrt und sich auch gleich mal eine Suppe zu Gemüte geführt hat. Das Suppen-Rezept stammt übrigens auch nicht von irgendwem, sondern von Peter Gordon. Peter Gordon ist ein preisgekrönter Koch aus Neuseeland, der bereits mehrere Kochbücher veröffentlicht hat und Restaurants in Auckland (NZ) und London (UK) betreibt. Und weil Peter nicht nur ein fantastischer Koch, sondern auch sehr großzügig ist, hat er uns sein Rezept für die Muschelsuppe zur Verfügung gestellt. Wer also mal neuseeländisch kochen möchte, bitteschön, hier kommt die Anleitung.

Guten Appetit!

Greenshell mussel, sweet potato, pumpkin and chickpea soup for Leipzig

By Peter Gordon

Try to source NZ Greenshell mussels, cooked and in the half shell, which are usually sold frozen in Europe. They’ll take no prep and be user friendly. Take out of the shells and cut each into 4 – 6 pieces so they’re still chunky but not scary for the guests who are used to much smaller European mussels.

For 10:

  • 2 large white fleshed onions, peeled and thinly sliced
  • 1 teaspoon cumin seeds
  • 50g butter
  • 1 large leek, thinly sliced, washed to remove grit
  • 2 cloves garlic, peeled and chopped
  • 50g peeled ginger, finely grated or chopped
  • 1/8 teaspoon saffron
  • 2 teaspoons Spanish smoked paprika
  • 500g pumpkin or butternut squash, peeled, deseeded and diced
  • 500g sweet potatoes, orange fleshed, peeled and diced
  • 4 bay leaves
  • 1.2 litres vegetable stock
  • 500g cooked chickpeas (from the can is fine so long as they’re rinsed well)
  • 300ml cream
  • 300 – 400g mussels (weighed out of the shell), sliced if large as described above
  • 100g shredded flat parsley (keep it chunky)
  • 150g grated cheese (Cheddar, Gruyere, Parmesan or similar)

Sauté the onion and cumin in the butter until just beginning to caramelise, stirring frequently. Add the leek, garlic and ginger and cook until the leek wilts. Add the saffron, smoked paprika, pumpkin, sweet potato, bay leaves and the stock. Bring to a boil, then lower the heat and cook over a low heat with a lid on for 15 minutes. Add the chickpeas and cream and cook another 20-30 minutes. Puree 1/3 of the soup and add it back to the chunky 2/3. If serving it with mussels in it, then add these now and bring to a rapid simmer for 3 minutes. Stir in the shredded parsley. Season with salt and freshly milled black pepper. Ladle into hot bowls and sprinkle with the cheese.


Interview unter Palmen mit Tobias Voss

März 1st, 2012 - 8:27 am by Anne

Wer ist wer und wer macht was im Team der Frankfurter Buchmesse? Unsere neue Serie “Interview unter Palmen” beantwortet genau diese Fragen und stellt Mitarbeiter der Buchmesse und ihre Aufgabenbereiche vor. In der ersten Folge hat sich Tobias Voss (Vice President International Markets) mit mir unter die Palme gesetzt. Er ist für alle Buchmesse-Kunden Ansprechpartner, die nicht aus dem deutschsprachigen und angelsächsischen Raum stammen, und ist außerdem für das Zentrum Weltempfang und das Gastland verantwortlich. Außerdem fällt die Betreuung der über 20 deutschen Gemeinschaftsstände auf Auslandsmessen in seinen Bereich.

 

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Kontakt: Tobias Voss, Vice President International Markets, mail: voss@book-fair.com, Tel.: +49 (0) 69 21 02 – 294.