Ist denn schon Oktober? Welche Themen sind besonders heiß? Wie sieht das Klassenzimmer der Zukunft aus? Und wie der Hörsaal?
In unserem Blog dreht sich alles um die Buchmesse: Um Vorschau und Einstimmung. Und das richtige Live-Feeling während der fünf Messetage im Oktober. Garantiert wird: Ein kleiner Einblick in die Fülle von rund 3.000 Veranstaltungen und Hunderte von Themen.
Es war eine interessante Mischung auf der Bühne: Der Autor Mark Staufer, die Universal Studios Mitarbeiterin Kiska Higgs und der Regisseur Jason Moore des Films “Pitch Perfect”. Ein Storyteller, eine Storysellerin und eine neutraler Filmemacher. Von diesem Mix lebte die Session und stellte so für mich eine gewisse Fortsetzung der 360-Grad-Storytelling Session mit Matt Costello dar.
Zunächst stellte Jason Moore seinen neuen Film “Pitch Perfect” vor. Zur Einstimmung in die Acapella-Teeniefilmwelt hier der Trailer:
Mr. Moore beschrieb mit Ms. Higgs einige der Promotionmaßnahmen, wie z.B. ein Fan-Video für das die Teens in den USA aufgerufen wurden ein kleines Tück zu singen und wie dann auf 500 (!) Jugendlichen ein Acapella-Song entstand. Er machte schnell klar, sein Ziel sei es einen guten Film zu machen und alle “Transmedia-Ergänzungen” wären in diesem Fall nur eine Promotionaktion.
Mark Stauffer stellte danach den Gegenpol vor: Seine neue Welt, die in einer ersten von vier Apps mündete. Auch dazu gibt es schon einen Trailer:
“What is multimedia look a like?”
Für Mark Stauffer ist unser zukünftigen Bild von transmedia-, crossmedia- oder multimedia-Storytelling nur ein Zwischenschritt. Er brachte das Beispiel des Beginns aus der Filmbranche. Mir schoss spontan eine Szene des Tonfilms von Fritz Lang durch den Kopf: Zuerst hört man ein Presslufthammer und dann die Geräusche des Messerklickens. Ohne eine Technik zur Tonmischung war eben nur jeweils ein Geräusch zu hören.
Ein paar Jahre später ergaben sich neue technische Möglichkeiten und wir konnten den Ton mischen und das Zeitalter der Musikfilme brach an.
Feels real
In seiner App sind interaktive Elemente nur dann eingesetzt worden, wenn die Anwendung sinn macht. Die Story wird durch einen Zeitungsausschnitt unterbrochen, wenn der Protagonist gerade eine Zeitung liest, wenn eine Message auf seinem Smartphone eingeht, dann wird diese per Sound angekündigt und kann dann gelesen werden, ganz wie bei einem Smartphone.
Zu keiner Zeit verlässt der Leser / Spieler jedoch die App für solche weiteren Inhalte. Es soll eine klare, lineare Handlung aufgebaut werden und der Leser / Spieler soll der Handlung folgen können. (Es gibt auch interaktive Games, die einen anderen Weg gehen.) Mark Stauffer meinte auch, das wir für die kommende Generation an transmedialen Inhalten uns einen neuen Begriff suchen werden: Buch 2.0, Spiel 2.0, Film 2.0… ein neues Wort muss her.
Auch in diesem Gesprächskreis wurde der Wert einer aktiven Community / Social Media-Begleitung einer Story erwähnt. Ebenso der Wert einer Marke / Storyworld. Als Beispiel nannte Mark Stauffer an der Stelle die Twitter-Accounts der Figuren aus der TV-Serie MAD MEN, die in den 50ern spielt, lange bevor Twitter an den Start ging. An der Stelle hätte das Marketing einfach überreagiert und jeden neuen Kanal bespielen wollen. Auch er sprach von “break my immersion”.
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