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Vor allem wird eine Menge geboten: Lesungen und Diskussionen zu Literatur, Politik und Geschichte. Dazu Theater, Tanz, Film und Musik, Ausstellungen, Installationen und Performances bis hin zu Fachkongressen und Volkshochschulkursen. Und ein kleiner Teil davon lässt sich hier im Blog mitverfolgen, mitgeteilt aus der Sicht von Literaten & Landeskundigen
.Grundsätzlich gehe ich mit einem sehr offenen Blick auf Reisen, ohne Erwartungen. In den drei Monaten, in denen ich die neuseeländische Nord- und Südinsel von Auckland bis Bluff auf der Suche nach Köstlichkeiten und Spezialitäten bereiste, habe ich denn auch großartigen Kollegen getroffen und bin auf viele Delikatessen gestoßen. Die Allgegenwart der frischen Produkte und die Freude der Neuseeländer am Essen haben mich während meiner Reise mit am meisten überrascht. Viele Kiwis haben einen eigenen Garten, gehen fischen oder jagen – da gibt es so eine Unmittelbarkeit zwischen dem Esser und dem Produkt. Lebensmittel sind dort nicht in erster Linie Waren, sondern ihnen wird Aufmerksamkeit und Respekt entgegengebracht. Das war mir vorher nicht so bewusst und hat mir sehr viel Freude bereitet.
Eines der kulinarischen Highlights war z.B. der Blue Nose Fish von Martin Bosley in Wellington, ein vom Fleisch und Geschmack her extrem guter Fisch, der handwerklich hervorragend gegrillt, gewürzt und abgeschmeckt war. Überragend waren auch die Steinpilze, die ich mit Mike und Shirley nahe Christchurch gesammelt habe, oder natürlich die Cloudy Bay Clams, die – richtig zubereitet- zu einer cremigen Delikatesse werden, undundund…
Nicht alle, aber doch einige von diesen Erfahrungen will ich auch den Gästen des Kulinarischen Festivals Frankfurt bieten, bei dem Starköche aus Neuseeland am Herd stehen. Ich persönlich freue mich schon sehr auf den Auftritt von Charles Royal in der Freitagsküche, die Abende im Restaurant Margarete und die Shows im Ehrengast-Pavillon und in der Gourmet Gallery auf der Buchmesse.
Und welche Empfehlungen für die neuseeländische Küche geben neuseeländische Spitzenköche? Ich habe nachgefragt:
Was ist Ihrer Meinung nach die überraschendste Eigenschaft der neuseeländischen Küche? Worüber würden Sie Deutschen oder Europäern, die noch nie in Neuseeland waren, berichten?
Graham Brown: Die Qualität und Vielfalt der Zutaten. Weil Neuseeland ein Land mit einer komplexen Migrationsgeschichte ist, werden in der landestypischen Küche viele verschiedene Zutaten verwendet. Alles, was produziert wird, ist natürlich gewachsen und dadurch sehr aromatisch. Asiatische Einflüsse sind zu erwähnen, und auch die typische Symbiose aus pazifischen und europäischen Aromen.
Al Brown: Neuseeland ist ein Land, in dem man innerhalb kürzester Zeit nach Ankunft an einem Strand sitzen, Muscheln sammeln und selbst über einem offenen Feuer zubereiten kann, ohne einen Cent ausgegeben zu haben.
Was sollte ein Besucher des Kulinarischen Festivals Frankfurt 2012 nicht verpassen?
Robert Oliver: Unbedingt von Neuseelands südpazifisch geprägter Küche probieren, sowie Fisch, Meeresfrüchte und Wein – unschlagbar das Beste aus Neuseeland!
Michael Cooper: Natürlich neuseeländische Weine! Besonders die Sauvignon Blancs und Pinot Noirs.
Welches deutsche Gericht würden Sie gerne ausprobieren, so lange Sie hier sind?
Al Brown: Ich kann es nicht erwarten, deutsche Würstchen zu essen; und mein süßer Zahn sagt mir, dass Apfelstrudel ebenfalls ganz oben auf der Liste steht.
Einen Vorgeschmack auf die Kulinarik Neuseelands gibt ab 24. August das Sonderheft „New Zealand is Cooking – So schmeckt Neuseeland“, das Sie (offline) beim Museumsuferfest Frankfurt, über das Neuseelandhaus sowie 360° Neuseeland erhalten können.
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