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Transmedia Storytelling – was ist das eigentlich?

Transmedia Storytelling – ein Thema, an dem man in den letzten Jahren kaum noch vorbei kommt. Auch die jährlich im Rahmen der Buchmesse stattfindende Veranstaltung StoryDrive beschäftigt sich mit transmedialen Inhalten. Vom 10. bis 14. Oktober 2012 ist es wieder so weit – Grund genug, sich den Begriff Transmedia Storytelling einmal genauer anzusehen. Was ist das eigentlich genau? Geprägt wurde der Begriff von Henry Jenkins, Medienwissenschaftler und Dozent am Massachusetts Institute of Technology. Auf seiner Homepage erklärt er den Begriff so:
“Transmedia storytelling represents a process where integral elements of a fiction get dispersed systematically across multiple delivery channels for the purpose of creating a unified and coordinated entertainment experience.”
Transmedia Storytelling bedeutet also, dass Elemente einer Geschichte in verschiedene Medien übertragen werden, um so einen Mehrwert bei der Rezeption zu ermöglichen und unterschiedliche Aspekte einer Geschichte darzustellen. Und Geschichte meint in diesem Fall nicht einen abgeschlossenen Plot, sondern eher eine bestimmte Welt. Denn die meisten Geschichten, die transmedial dargestellt werden, basieren auf einer komplexen fiktionalen Welt. Ein Beispiel? Nehmen wir einmal die Geschichten rund um den Superhelden Batman. In der Welt von Milliardär Bruce Wayne, der als Batman seine Heimatstadt Gotham City vor Verbrechern beschützt, geben sich verschiedene Schurken die Ehre – es existiert ein komplettes Universum, in dem mehrere Charaktere  anzutreffen sind. Und diese lernt man erst alle durch den Konsum verschiedener Medien, sei es Buch, Film, Comic oder Fernsehserie,  kennen. So sind beispielsweise auch Berühmtheiten wie Superman und Catwoman Teil des  Universums.
Je weiter eine Welt auf die verschiedenen Medien ausgedehnt wird, desto mehr erfährt man also auch über sie. Jedes Medium sollte dabei entsprechend den jeweiligen Vorteilen, die es mit sich bringt, eingesetzt werden. So kann man in einem Film Action-Szenen natürlich sehr viel besser darstellen als in einem Buch. Und ganz nebenbei sprechen die verschiedenen Medien auch unterschiedliche Personen an, was dazu führen kann, dass auch völlig neue Zielgruppen erschlossen werden. Denn wer von uns wurde tatsächlich durch die Comics auf die Welt von Batman aufmerksam? Und doch startete mit Comics die Erfolgsstory rund um den Superhelden und noch heute erscheinen im Panini Verlag zahlreiche Batman-Comics.