Auf dem HotSpot “Digital Relations” wurden auf der Buchmesse verschiedene Beispiele aus dem Online-Marketing von Verlagen vorgeführt. Ein kleiner Streifzug…
Im letzten Jahr sind in Deutschland mehr als 95.000 Bücher erschienen. Es wird immer schwerer in dieser schieren Masse an Büchern aufzufallen. Mit Video-Marketing kann ein Verlag je nach Zielgruppe des Buchs einen großen Erfolg erzielen, da immer mehr jüngere Nutzer durch TV-Werbung nicht mehr erreicht werden. Dem WebVideo gehört die Zukunft, denn täglich werden allein auf Youtube jede Minute Videomaterial von 35 Stunden länge hochgeladen.
Wichtig für den Erfolg einer Aktion sei es, wie bei jeder viralen Aktion, von einem initialen Hinweis hin (einem Video) die User zu einem Social-Sharing (Facebook-Like, Tweet usw.) zu animieren und dann auf eine Microsite zu geleiten, die die Story das Videos aufgreift. Von dort aus führt der Weg erst zur normalen Website des Verlags.
Trend 1: MYvertising
Beim MYvertising geht es um die Personalisierung der Werbung. Barcadi hatte zum Beispiel vor einiger Zeit einen Youtube-Spot, der unvermittelt Anhält und den Zuschauer um seinen Namen bittet. Der Name wird später im Video eingeblendet und wird so Bestandteil der Story. Das so personalisierte Material kann dann direkt an die Freunde bei Facebook geteilt werden.
Im Vortrag wurde ein Beispiel des deutschen Verlags Fischer vorgestellt: Zum einen gibt es für das Jugendbuch “Die Dämonenfängerin” einen Video-Trailer, wie er von vielen Verlagen erstellt wurde.
In einem weiteren Schritt kann ein User ein Foto seiner Wahl hochladen und wird dann von dem kleinen Dämonen aus dem ersten Video “gestreichelt”. Dies führte zu einer Weiterverbreitung in der Zielgruppe.
So wird der Wunsch nach Selbstdarstellung und Interaktivität mit viralen Elementen verbunden.
Trend 2: ADvertainment
Produkt-Marken werden zu Medienmarken. Auch diesen Weg gehen heute schon einige Unternehmen. Red Bull bringt zum Beispiel ein eignes Magazin heraus: The Red Bulletin. Auch im Videobereich sind solche Kommunikationsformen denkbar. Verlage werden sicher in Zukunft auch diesen Weg gehen, denn Youtube bietet mit Weltweit über 300 Mio. Accounts das zweitgrößte Social Network nach Facebook.
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