- Datum
- 13. Oktober
2011
- Avatar

- Author
- padlive
- Kommentare
Comics in der Cloud
Dem mobilen Comicmarkt spendierte die Buchmesse eine Session im Rahmen der “Frankfurt Sparks”. Comics sind schließlich eine der vielen Formen, wie eine Geschichte erzählt werden kann. Doch welche Veränderungen unterliegt das Comic, wenn statt gedruckten Heften ein mobile Device zum Lesen genutzt wird?

Bildschirmgröße
Aufgrund der vielen Auflösungen für mobile Endgeräte, wie zum Beispiel iPhone, iPad, Android-Tablets usw. müssen herkömmlich Comics, die für den Heftmarkt konzipiert worden sind, auf die mobilen Reader angepasst werden.
Skalierungen von Comicseiten erlauben zwar der Story zu folgen, sind aber mit den großen Seiten und den teilweise eine Doppelseite umfassenden Bildern mit überlagerten weiten Bildern nicht optimal für kleine Displays geeignet. Trotzdem erscheinen immer mehr Print-Comics auch als eComics.
Zentrale Lizenzverwaltung
Vorteil der vorgestellten technischen Lösung aus den USA ist die zentrale Lizenzverwaltung in der Cloud, die einen Lizenzschlüssel je Comic für den UserAccount verwaltet, gleichgültig ob der User auf einem iOS-, Android- oder Web-Client das Comic lesen möchte. Mit dieser zentralen Lizenzlösung kann ein User auch später sein iOS-Produkt beruhigt gegen ein Android-Pordukt austauschen. Einfach die entsprechende App installieren und alle gekauften Comics stehen wieder zum Download zur Verfügung.
Bildsprache & Storyverlauf
Traditionelle Comics benötigen viel Platz, verbinden einzelne Bilder zu einem Gesamtmotiv einer Doppelseite. Erste Zeichner fangen an, speziell für mobile Geräte Comics zu Entwickeln. Statt einen Story-Verlauf durch ein “Weiterblättern” und der nächsten Doppelseite aufzuzeigen, kann man bei einem Comic auch in ganz anderer Art und Weise neue Inhalte anzeigen. Warum nicht sogar mehrere Handlungsabläufe aufzeigen – Durch eine Wischgeste nach “OBEN” kann die Geschichte eine andere Wendung nehmen als bei der Wischgeste nach “UNTEN”.
Comic-Storytelling fürs TV
Ein Beispiel fürs Storytelling zur Pro7-Serie “Castle” wurde leider nur kurz erwähnt: Eine Sidestory zur TV-Serie wurde speziell in Comic-Form erzählt.
Das Comics TV-Serien ergänzen, gab es schon vor circa 20 Jahren bei “Babylon 5″. Heutige Serien, wie z.B. “Fringe”, ersetzen sogar ganze TV-Folgen durch eine Comic-Welt. Die Grenzen zwischen den Medien zerfließen.
Notiz am Rande: Als großen Mitbeweber betrachten die eComic-Verleger Casual Games wie zum Beispiel Angry Bird, da diese Spiele die gleiche Zeitnische “Casual / Mal eben…” einnehmen.
- Trail
- Digitalisierung DIG IT
- Tags
- comics, eComics, Mobile Comics
Neue Kommentare