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Ein LitCam Spendenmärchen

Spendenurkunde für John D. Wolfringer

Es war ein Mal ein grauer Spätnovembervormittag und im LitCam-Büro wurden Pläne geschmiedet, wie neue Sponsoren gewonnen und – gerade zur anstehenden Weihnachtszeit – Privatspender motiviert werden könnten. Da klingelte das Telefon: „Guten Tag, ich sag’s mal gleich zu Beginn: Wir wollen Sie unterstützen!“ Mit nicht geringer Verwunderung und wachsender Freude hörten wir, dass der Frankfurter Autor John D. Wolfringer anlässlich seines 75. Geburtstages einen Empfang plant und damit ein Charity-Projekt unterstützen möchte. Auf der Suche nach „etwas in Südafrika“ und „etwas mit Bildung“ ist er auf unsere Reading and Learning Rooms in zwei Kapstädter Townships gestoßen.
Eine gute Woche später saßen wir im Café Mozart bei Tee und Kaffee einem weitgereisten und trotz seines Alters tatenhungrigen Herrn gegenüber, der sich sehr interessiert unser Projekt näher erläutern ließ.
Nach der Weihnachtspause erwartete uns dann folgende E-Mail: „Mein Empfang am 22. Januar steht kurz bevor. Wir sollten uns dringend noch einmal treffen, um die Details zu besprechen.“ So baten wir John D. Wolfringer an einem Dienstagvormittag zu uns und die Überraschung war nicht schlecht. Zu Beginn verkündete er: „Da die Erlöse meines Bücherverkaufs, die ich für Sie vorgesehen hatte, nicht planbar sind, spende ich Ihnen jetzt sofort 10 000 Euro für den Ausbau der Reading and Learning Rooms.“ Wir trauten unseren Ohren kaum, blickten uns gegenseitig ungläubig an und hörten dann weiter: „Der Frankfurter DROMOS Verlag Ursula Pflug wird Sponsor von der LitCam, gibt kostenlos Bücher ab, bemüht sich um Lernmittel und versucht, weitere Sponsoren für LitCam zu gewinnen. Außerdem bitte ich meine Gäste statt Geschenke um Spenden an die LitCam.“ Wir mussten ein paar Mal schlucken, bevor wir voller Eifer in die Planungen für den Empfang einsteigen konnten.
Und letzten Samstag war es dann soweit: Um 17:30 Uhr bauten wir unsere Roll-Ups auf, legten Flyer aus und richteten die Slide-Show ein. Nach einer kurzen Ansprache des Gastgebers, in dem er seine Motivation für die Unterstützung der Reading and Learning Rooms darlegte („Nothilfeprojekte gibt es viele. Doch damit allein ist es nicht getan. Die Menschen brauchen eine Grundlage, um aus dem Teufelskreis Armut ausbrechen zu können. Das kann nur durch Bildung und Berufsqualifizierung geschehen, so wie die LitCam das tut.“), hörten sich die knapp 100 Gäste unsere kurze Projektvorstellung an. Danach wurde es literarisch: 2 Kurzgeschichten von John D. Wolfringer entführten in die Welt Bücher fressender Mäuse und um eine Wildschweinkeule kämpfende Zwillingsbrüder. Nach vielen interessanten Begegnungen kam dann das dicke Ende: Das Plündern der Sammelbüchse ergab eine vierstellige Summe!
Nun können wir den Ausbau der Reading and Learning Rooms planen, eine Lehrkraft kann angestellt und neue Bücher beschafft werden. Und auch wenn deshalb nicht alle Townshipler sich glücklich bis an ihr Lebensende weiterbilden, so ist es doch ein toller Beitrag für mehr „Confidence for life“. Danke, John. D. Wolfringer!

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Frankfurter Buchmesse

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  • Anne

    Wow! Es ist wirklich fantastisch, wenn sich eine Einzelperson dazu entschließt, ein gemeinnütziges Projekt mit einer solch großen Summe zu unterstützen. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr noch viele solche engagierte Spender findet!

  • http://www.john-d-wolfringer.de John D. Wolfringer

    Liebe Anne,

    Geld allein tut es nicht, anerkennende und ermunternde Worte wie von Ihnen sind ebenso notwendig. Herzlichen Dank auch im Namen des LitCam Charity -Teams. Es sind drei junge Frauen, die sich der Ausbildung vernachlässigter Kinder in südafrikanischen Townships verschrieben haben. Das gespendete Geld geht nicht in irgendwelche obskuren Taschen, sondern direkt in ausgesuchte Schulen in Townships. (zur Zeit in Kapstadt). Deprimierend ist, daß die Presse immer ‘Wichtigeres’ zu tun hat, als individuelle, gezielte Charity-Projekte wahrzunehmen. Man muß zähe Aufklärungsarbeit leisten, um Fuß zu fassen. Es gilt jedoch: niemals aufgeben.

    Ich habe mit Interesse Ihr Profil gelesen, auch von Ihren Beziehungen zu Australien.
    Ich habe den Kontinent etliche Male inn den vergangenen Jahrzehnten mit meiner Frau besucht. Australiien hat auch in meiner literarischen Arbeit seinen Niederschlag gefunden.

    Wenn Sie Interesse an einem weiteren Kontakt mit LitCam oder mir haben, wir sind über INTERNATIONS und FACEBOOK zu finden.

    Mit besten Grüßen

    John D. Wolfringer

  • Pingback: In den Townships von Kapstadt | Blog der Frankfurter Buchmesse